64. TreWa Con

Die 64. TreWa Con in Miltenberg – 70er Jahre Party | Beginn: 27.12.2015 / Ende: 4.01.2016


Paul Hummel, meine erste Con:
Nach einer gemütlichen Anfahrt am ersten Tag, stand ich vor einem großen Haus, St. Totnam stand groß drauf. Ich schaute nach links, nach rechts – es war keiner da und ich bin einfach rein.
Im Flur fand ich das schwarze Brett, wo einem die wichtigsten Informationen präsentiert wurden: in welchem Zimmer man schläft, Essensgruppen, Veranstaltungen. Ich wusste nicht so recht genau wohin ich nun gehen soll, mit wem ich das Reden anfangen soll, es waren viele neue Gesichter da. Also suchte ich erstmal das Zimmer und packte mein Zeugs aus. Freundlicherweise zeigte mir jemand die Räumlichkeiten; die kleine Hausführung ergab, dass es
– ein Starlightcasino (ein Party- und Veranstaltungsraum mit PA-Anlagen, Licht, Beamer, Nebelmaschine und Laser),
– einen Kuschelkeller (inkl. Regebogen-Deko)
– einen urigen Minipub, der sich perfekt zum Whiskey-Trinken eignet
– und einen warmen Meditationsraum für eine Ruhepause
gibt, alles im selben Gebäude!
Zu Abend, als Vorbereitung auf das Bevorstehende, wurde ein kräftigender Eintopf serviert. Auf der Opening gab es gleich die erste Bowle, ein Con-Goodie (ein Saunatuch mit einem Con-Logo inkl. Regenbogen drauf), den Überblick über das Con-Programm und ein paar Trailer.

Es war Jahre her seitdem ich das letzte Mal in einer Jugendherberge übernachtete. Zu meiner Überraschung war das Bett völlig i. O., auch was die Beinfreiheit angeht. Überraschenderweise gab es auch Free WiFi – zwar nicht besonders schnell, aber für die grundlegende Kommunikation reichte es aus.

Von Erzählungen kannte ich die Nerf-Guns, hatte selbst aber keine. Die erfahrenen Con-Gänger hatten natürlich ihre dabei und gaben mir die Möglichkeit, ein paar Schüsse abzufeuern. Ich war sofort begeistert und es verging keine Sekunde, als das nächste TODO auf der Liste stand: „Spielwarenladen“. Eine Kombination aus einem automatischen Blaster und einer manuellen Pistole fand ich am sinnvollsten. Im St. Totnam dauerte es nicht lange bis die Plastikwaffen einsatzbereit waren und die erste Schlacht entbrannte. Nach und nach bewegte sich das Schlachtfeld richtung Flur und plötzlich kam Verstärkung seitens anderer Mitconler dazu.

Eines Tages stand ein Conspiel auf der Agenda. Das Spiel bestand darin, vier Teams zu bilden und ein Lego-Auto in kürzester Zeit zusammenzubauen. Das größte Problem war dabei die Verpackung aufzumachen, der Rest lief gut, besonders weil wir (nicht das Auto) alle 10 Minuten mit Sprit versorgt wurden. Danach ging es in den Keller zum Wii-Spielen – wir mussten ein seltsames Shooter spiel spielen, bei dem es darum ging, mit dem Controller, wie wild zu zappeln und auf Knöpfe zu drücken. Als nächstes ist unser Team weiter zum FIFA-Spielen auf der PS4 gelaufen. Hier ging das Zappeln von alleine – man musste lediglich die richtigen Hebel betätigen und das war schwieriger als man denkt. Abschließend gab es ein Vertrauensspiel, bei dem eine Person die Augen verband, und eine andere sie durch einen Parcours aus Notizzetteln durchführen sollte. Das Schlimmste hier war die Dachschräge, die nicht berührt werden durfte, was den Schwierigkeitsgrad in die Höhe (oder in die Schräge) trieb. Ein Dapper auf den falschen Notizzettel gab eine Minute Strafe, trotzdem legte unser Team eine gute Zeit hin.

Abends wurden Brettspiele ausgepackt, wie z. B. Anti-Monopoly – ein aufgemotzter Klassiker, bei dem es zwei Parteien gibt: Monopolisten und Wettbewerber. Im Prinzip ist das Spiel so gestrickt, dass Monopolisten länger brauchen um durchzustarten, während Wettbewerber früher an das Geld rankommen, dafür aber nicht so viel wie die Monopolisten einnehmen. Nach gefühlt vier Stunden siegten die Guten.

Der 31.12. stand im Zeichen der Silvester Party, genauer genommen dem Vampir-Ball! Es musste einiges an Vorbereitungen getroffen werden: das Büffet aufbauen, den Partyraum und den Frühstücksraum dekorieren, die Technik einrichten und vieles mehr – da halfen alle fleißig mit, sodass die Party pünktlich starten konnte. Als Ergebnis gab es eine wunderbare vorsilvester Feier mit dem Verkleiden, Essen, Trinken und Tanzen. Unterbrochen wurde sie von der Uhr, die 12 anzeigte. Es gab ein atemberaubendes Privatfeuerwerk mit besonders lauten Knallern und farbvollen Raketen. Sogar die Nachbarn staunten und setzten mit ihrem Feuerwerk erst fort, nachdem unseres fertig war. Nach der Pyroshow ging die Party und das Tanzen weiter bis zum Umfallen.

Es gab nicht immer Programm, teilweise gab es Zeiten, wo man sich einfach genüsslich Langweilen und Gammeln konnte, um Entschleunigung zu erfahren.

In der Umgebung gibt es einige tolle Kneipen, eine von ihnen war „Zum Riesen“. Das ist eine leicht urige Kneipe, aber mit Stil ohne Schnickschnack. Dort gibt es etliche Biersorten, die auch in der 0.1 L-Aperitif-Version zum Probieren gibt. Mir persönlich schmeckte das Bier dort sehr gut und ich freue mich das nächste Mal dahin zu gehen.

Am Abend wurde ich eingeladen, ein Brettspiel „World of Warcraft“ zu spielen, das sehr viel Platz benötigt – einen Halben raum! Also besetzten wir den Meditationsraum und spielten stundenlang. Es nahm einige Vorbereitungszeit in Anspruch, aber als die Regeln klar waren, wurde gewürfelt und gelevelt wie wild. Das Spiel ließ sich locker tagelang spielen.

Die nächste Herausforderung war ein Filmquiz. Das war erstaunlich, was manche wussten was man selbst nicht wusste und umgekehrt. Die Themen wurden durchrotiert – man musste nur zur richtigen Zeit aufstehen. Mit einem geschickten Timing stellten sich die jeweiligen Themen-Experten zur Verfügung, um die Punktzahl zu maximieren.

Nach dem Klugscheißen durfte man sein Können im Starlightcasino am Poker, Blackjack und Roulette beweisen. Es wurde 1500 Spielgeld zur Verfügung gestellt, sodass es für den ganzen Abend reichte. Wer am Blackjack-Tisch einen Blackjack hatte bekam Schokolade – so etwas kannte ich noch nicht und habe dementsprechend ordentlich geblackjackt :). Dazu wurden leckere Cocktails gereicht, unter anderem Franz Josef, der für mich neu, aber lecker und erfrischend war!

Am vorletzten Tag waren es jetzt drei Tage in Folge mit nur vier Stunden Schlaf jeweils. Wir sind extra früh um 11:30 Uhr aufgestanden, um das Brettspiel zu Ende zu spielen. Frühstück und sonstiges war da nicht mehr drin – es ging direkt ans Spielen. Das Spiel spielten wir pünktlich zum Abendessen zu Ende fertig. Auf dem Speiseplan stand der Thai… ne auf dem Plan stand der Thai und beim Thai auf dem Speiseplan stand Buffet, all you can eat, war lecker und sättigend!

Der letzte Tag war unter dem Motto „Aufräumen und Abreise“. Nach langem Abschiednehmen und Abklären auf welchen Cons man sich das nächste Mal trifft, verschwand ich. Dennoch nahm ich etwas mit: Erinnerungen, lustige Gespräche, neue Bekanntschaften und den Jetlag.
An dieser Stelle möchte ich den Organisatoren und ihren Helfern für das ermöglichen der Veranstaltung danken!

Paul Hummel

Conny Pallor

…und dann ging’s endlich los. Rein zu Rene und Kirstin ins Auto und ab nach Miltenberg. Zur Silvestercon. Nach einer gefühlt ewig dauernden Fahrt – die ich aber trotzdem verschlafen habe – sind wir dann auch endlich angekommen. Da stand ich nun, vor dem Conhaus. So lange war ich nicht mehr da, und nach den ganzen Erzählungen, dass das Haus umgebaut worden war, war mir doch ziemlich mulmig zumute. Wie sieht’s da drin wohl aus? Wie schlimm ist es wirklich? Als ich St. Totnan betrat, traf mich fast der Schlag. Wo zum Teufel ist der riesige Raum hin, wo man so gut tanzen konnte? Mh, komisch hier. Erstmal mein Zimmer suchen gehen – aus dem ich keine 24 Stunden später wieder verscheucht wurde. Mehr oder weniger. Nachdem ich dann endlich im ‚richtigen‘ Zimmer eingezogen war, das mir doch besser gefiel, konnte die Con richtig starten. So viele Leute waren da, die ich schon so lange nicht mehr gesehen hatte. Und ich wurde trotzdem wiedererkannt! Am offiziell ersten Abend gab’s leckeren Eintopf, den ich aber leider mit Tom und Dirk am Tisch gar nicht so genießen konnte, wie ich es gerne getan hätte. 😉 Naja, war ich ja alles gewohnt. Danach war die Opening, bei der einige Trailer und Bilder der letzten Con gezeigt wurden und wir natürlich auch unser Congeschenk entgegen nehmen durften – ein Saunatuch, das von einigen Conlern im Laufe der Con auch gleich eingeweiht wurde.
Am nächsten Tag war dann das Conspiel. Es gab 5 Stationen im Haus verteilt, bei denen jedes Gruppenmitglied einmal zeigen konnte, was seine Stärken waren. Und natürlich hat unser Team gewonnen! 😉 Das haben wir aber erst am Silvesterabend erfahren, also 2 – fast 3 Tage zittern. Aber da es so viel Programm gab war das ziemlich schnell in den Hintergrund gerückt und zwischendurch bestimmt auch mal vergessen. 🙂
Tags darauf waren wir im Kino, um ‚Star Wars‘ zu gucken. Danach wurde eine sogenannte „Party zum vorglühen“ veranstaltet, die uns auf die nächsten Tage vorbereiten sollte, aber meiner Meinung nach etwas völlig anderes bewirkt hat, und zwar, dass schon am 3. Abend alle komplett fertig waren und der Logik nach die anderen Tage gar nicht hätten durchstehen können – wobei, haben ein paar ja auch nicht. 😉
Am 4. Abend war dann die 70er – Party, ganz nach dem Motto „Peace Bruder – siehst cool aus!“ 😉 Als endlich alle umgezogen eingetrudelt waren, ging die Party erst richtig los. Getanzt wurde, bis man nicht mehr konnte, und noch länger. Die Musik war zumindest manchmal ziemlich gewöhnungsbedürftig, aber sie hat dennoch eine gute Stimmung gemacht. Die Tanzfläche brannte und alle vergaßen für kurze Zeit den Stress des Lebens und waren einfach nur glücklich – und genau das macht die Cons aus!
Und dann war er endlich da, der Silvesterabend, der ganz unter dem Motto „Vampirball“ stand. Voller Vorfreude gingen wir auf unsere Zimmer, zogen uns um und stylten uns zu gruseligen Vampiren und Vampirjägern. Dann gab’s das lang ersehnte Silvesterabend-Buffet und wir schlugen uns die Bäuche voll. Danach wieder ab ins Starlight – Casino zum Tanzen und feiern, bis der Countdown ertönte und wir alle mit einem Glas Sekt oder Orangensaft nach draußen gingen, um das tolle Feuerwerk zu betrachten, welche das neue Jahr einläuten und die Nachbarn verstummen lassen sollte. 😉 Als wir uns allen „Ein gutes neues Jahr“ gewünscht hatten, ging es wieder rein, um weiter Party zu machen.
Nach einer viel zu kurzen Nacht, war zum Glück ein ziemlich gammliger Tag, an dem ein paar aufräumten, einkaufen gingen oder spielten. So wie ich und ein paar andere Spielverrückte. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem das Spiel „World of Warcraft – Das Brettspiel“ ausgepackt war, war uns noch nicht bewusst wurde, auf was wir uns eingelassen hatten. Das Spiel zog sich nach fast 3 Stunden purer Aufbau – und Erklärzeit ungefähr 11 Stunden. Puh, natürlich nicht alles an einem Tag. So wurde nach jedem „Break“ ein neuer ‚Termin‘ ausgemacht, an dem wir uns treffen wollten.
Am vorletzten Abend war der allseits beliebte ‚Casinoabend‘, an dem selbstgemixte Cocktails von Tom ausgeschenkt, Glücksspiele gespielt wurden und Corinna um 00:01 ihren Geburtstag gefeiert hatte. Nachdem es mir die Schokolade am Blackjack – Tisch ziemlich angetan hatte, begab ich mich den ganzen Abend nicht davon weg, ausser Tom hatte Aufgaben für mich, da ich an diesem Abend Dienst hatte.
Und dann war auch schon der letzte, wirkliche Contag gekommen. Noch ein bisschen die Zeit genießem und ab zum Abschlussessen beim Thai – ich entschuldige mich hiermit nochmal für die Lautstärke an unserem Tisch. 😉
Und so war auch schon der Abreisetag. Nachdem das Bett abbezogen, die Koffer gepackt und die beiden Häuser aufgeräumt und geputzt waren, war noch Zeit, um sich mit einem weinenden und einem lachenden Auge zu verabschieden. Am Ende war die Con natürlich wieder viiel zu kurz, aber trotzdem sind wir alle – glaube ich – froh, wieder daheim zu sein! 🙂 Und… Kopf hoch, die nächste Con kommt bestimmt!

Constanze Pallor

Eva Wirsing

Silvester im unterfränkischen Miltenberg? Klingt langweilig? Mit der Truppe definitiv nicht, aber von vorne. Normalerweise geht die Silvestercon vom 27.12.-04.01., ich war allerdings nur drei Tage vor Ort – vom 30.12.2015-01.01.2016, hatte aber trotzdem jede Menge Spaß.
An meinem Ankunftstag fand das zweite Conspiel, ein Quiz, statt, an dem auch ich teilgenommen habe. Zwei Teams – Team Star Wars und Team Star Trek – sind gegeneinander angetreten und haben Fragen aus den Bereichen Film, Serien, Conbezogene Fragen, Naturwissenschaften, Musik und Sport, die zum Teil gar nicht einfach waren, beantwortet. Bei diesem Quiz wurden ganz schön die Lachmuskeln aller Beteiligten strapaziert: wenn zum Beispiel der aktuelle Europameister plötzlich der FC Bayern München ist oder Orga-Mitglied Klaus von einem Newbie beim Montagsmaler gezeichnet wird, dann sind Lachanfälle und verdutzte Blicke garantiert. Wir hatten also definitiv unseren Spaß und am Ende hat das Team Star Wars mit ein paar Punkten Vorsprung gewonnen.
Aber natürlich haben wir nicht nur gespielt und gelacht, sondern haben auch viel gequatscht und ich habe nicht nur alte Bekannte/Freunde von der SommerCon wieder gesehen, sondern auch neue Gesichter kennen gelernt. Für den Abend war die erste Mottoparty geplant: 70er Jahre. Etliche von uns hatten sich im Style der 70er verkleidet und natürlich lief auf der Party auch die Musik der 70er. Die Party war alles im allen in Ordnung und wir haben ordentlich gefeiert. Irgendwann hat sich die Party in die Küche verlagert und soweit ich weiß, ging die noch bis in die frühen Morgenstunden inkl. Küchenpolonaise. Ich selbst habe mich gegen halb 2 ins Bett verkrochen.
Der Silvestertag sollte schließlich genauso lang gehen, wenn nicht sogar noch länger… Nach einem entspannten Frühstück sind wir wieder in den Tratsch- und Spielmodus übergangen, bis gegen 14 Uhr die Vorbereitungen für Silvester begonnen haben. Ich selbst war für das Silvesterbuffet eingeteilt und habe mich mit den anderen ums Schneiden der kalten Platten (Käseigel, Feta, Tomaten etc.), ums Herrichten/Dekorieren des Speiseraums und um den Aufbau unseres Lagersraums gekümmert. Das warme Essen wurde am Abend von einem ortsansässigen Cateringservice gebracht. Selbstverständlich stand auch der Silvesterabend unter einem Motto: Vampirball. Da kamen einige schaurige Vampire zum Vorschein. Nach einem entspannten und leckerem Abendessen mit interessanten Gesprächen und dem ständigen Bestaunen der super Kostüme ging auch die geniale Party los. Kurz vor Mitternacht haben sich dann alle was zu trinken geschnappt und ab 0 Uhr sich gegenseitig ein „Frohes Neues“ gewünscht. Anschließend hieß es: Jacken an und raus auf den Hof ums Feuerwerk bestaunen. Während die Nachbarn schonmal gezündelt haben, mussten wir uns noch etwas gedulden, bis unsere beiden Feuerwerksexperten Ingo und Raphi das 10 minütige Feuerwerk gestartet haben. Raphi hatte mir bereits im Sommer erzählt, dass die Miltenberger schlagartig das Böllern aufhören, wenn wir anfangen und das TreWaCon-Feuerwerk genial ist – kurz und knapp: er hatte nicht zu viel versprochen. Ich war begeistert! Neben dem Sekt, O-Saft oder gemischt, gab es auch Glühwein und einige Miltenberger haben sich dann zum Reden zu uns gesellt. Nach und nach gings dann aber wieder rein zum Weiterfeiern. Die letzten haben um 6 Uhr gefrühstückt und sind dann ins Bett.
Die ersten von uns, zu denen ich auch gezählt habe, sind gegen 10 Uhr am Neujahrtstag aus den Betten gekrochen – total übermüdet 😉 – aber die Party wars definitiv wert und schreit nach einer Wiederholung! Eine tolle Silvester-TreWaCon mit klassen Leuten!

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