5. TreWa Con

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Die 5. TreWa Con im Karlshof – Erste Silvestercon, Chaoscon| Beginn: 19.07.1985 / Ende: 25.07.1985


Die Wellen der Rebellion erreichten selbst die Ufer weit am Rande der Ga­laxis gelegener Systeme und Planeten. Gruppen überzeugter Kämpfer für Ge­rechtigkeit und Freiheit fanden zusammen und bildeten Zellen erbitterten Widerstandes gegen die tyrannische’Herrschaft des galaktischen Imperiums. Im siebten Mond des fünften Tronazyklus’schickte Dirk – der Führer einer kleinen Rebellenabteilung auf dem entlegenen Planeten Erde – Boten in alle Himmelsrichtungen seines Heimatplaneten. Unter Einsatz ihres Lebens über­brachten die Gesandten ihre Botschaft den verstreut lebenden Mitgliedern des ESWFC:

GEHEIMES TREFFEN ZUR ZEIT DER MONDWENDE AM ÜBLICHEN ORT! – LANG LEBE DIE ALLIANZ…
(Banshee C’ay)

Wenn einer einen Con besucht, dann kann er was erleben. Dieser Spruch ist im Fandom schon lange bekannt.

Daß jedoch alleine die Hinfahrt schon zum reinsten Abentheuer werden würde, damit hatten wir nicht gerech­net!

Doch der Reihe nach: Als bekannt wurde, daß im Juli in Nördlingen ein Treffen stattfinde:: würde, fand sich schn­ell eine Fluggemein­schaft zusammen, denn der Con im Februar war mir noch in bester Erinnerung und man wußte, was man von den Räumlichkei­ten erwarten konnte. Außerdem konnte man im Sommer in der freien Wild­bahn mehr unternehmen, als im Winter.

So rüstete ich denn am Tag vor der Abreise meine Raumyacht FAR TRAVELLER mit dem Notwendigsten aus, was man eben für ein paar Tage Aufenthalt am Rande der Galaxis braucht: Musik- und Videokassetten, Dias, Material für die Versteigerung, ein paar Flaschen Vurguzz, Archer’s Tears, Schluckwurz, Blauer Stern, Shooting Star und Fangalaktischen Donnergurgler – die be­kannten Fandomgetränke eben – sowie das schon obligatorisch zu nennende Handtuch( für den Fall, daß einem der gefährliche Plapperkäfer von Traal über den Weg laufen sollte – man weiß ja nie!). Tja und dann stellte ich fest, daß der Laderaum der FAR TRAVELLER sehen recht ansehnlich gefüllt war. Darauf phonte ich meine Mitreisenden an, sie sollten ihr Gepäck nur auf das wirklich Notwendigste beschränken. Wenige Minuten später jedoch teilte mir Samira mit, daß es ihr gelungen sei, den Raumfrachter ihres Bruders für die Fahrt zum Con auszuleihen und wir nun keinerlei Platz­probleme mehr haben würden. Von dieser Nachricht sichtlich beruhigt, kon­nte ich dazu übergehen, jetzt auch ein paar Luxusartikel mit einzupacken. Am Freitag mittag holte ich die anderen vom Spaceport Rüsselsheim ab, und damit war die Besatzung der FAR TRAVELLER komplett: General Varindra del

Garia (Elke Oswald), die ihren Kampfstern ANDROMEDA wegen Sprit­mangels zuhause gelas­sen hatte, Starleen (Anja Kiehm), eine ge­heimnisvolle Frau mit unbekannter Vergangen­heit, dann „Stormqueen“ Sharoon (Katja Braasch) die rothaarige Drachen-Hexe mit der Gabe der geistigen Wetterbeeinflußung und der großen Klappe und schließlich meine Wenigkeit Lord Aterias (Robert Vogel), der Kapitän und Eigner der FAR TRAVELLER. Samira Cyriac (Regina Kirkendall) Tochter des Dragan Cyriac, seines Zeichens Sternenwanderer, war im benachbarten Sonnensystem beheimatet und dieser kleine Hopser war in wenigen Minuten zurückgelegt. Nun wollten wir unsere überzähligen Gepäckstücke in Samiras Frachter umladen, doch als wir die Dockbucht betraten, entfuhr mir unwillkürlich der bekannte Ausspruch: „Hilfe, die Mühle ist ja nur Schrott!“ – Eigentlich hätte ich jetzt sofort die Belehrung erwartet, daß die „Mühle“ immerhin 1,5fache Lichtgeschwindig keit drauf hat, doch außer einem finsteren Blick bekam ich keine Erwieder ung. Ah, dachte ich bei mir, dieser Erachter scheint wohl ebenso umgebaut zu sein, wie die MILLENIUM FALCON, und mein Respekt vor dem Konstrukteur wuchs ins Unermeßliche, denn er hatte es meisterhaft verstanden, seine Neu­erungen und Umbauten zu tarnen. Sogar ICH konnte nur rostende Teile und zu­sammengenietete Stahlplatten erkennen. Beim Besichtigen des Schiffes stel lte ich fest, daß die Schmuggelware raffiniert in etlichen Luke Skywalker Fanbilder-Ordnern versteckt war. – Für alle, die es noch nicht wissen sollten: das ist der Bubi, der mal vor ein paar Jahren die ganze Galaxis etwas aufgemischt hat).Bald machte sich also unser Mini-Geleitzug auf den Weg. Von Neugierde ge­packt wollte ich so schnell wie möglich herausfinden, was der Frachter in sich stecken haben moohte und gab Gas. Ich muß wohl ein ziehmlich verdutzt tes Gesicht gemacht haben, als der Frachter schnell zurückfiel und ich ge­rade noch eine kleine Gestalt im Cockpit wütend die Fäuste schütteln sah. Es stellte sich nun heraus, daß dieser Raumfrachter keineswegs ein hochge-powertes Dingens war, wie etwa die MILLENIUM FALCON; der Rosteimer hätte eher die Bezeich­nung FLÜGELLAHME KRÄHE verdient. Es fehlte sogar der große Hammer, der zur Durchbrechung der Lichtmauer von Nöten ist, mnd so blieb uns nichts anderes übrig, als eine ganze Weile hübsch brav an langsam einen halben Meter links neben der Licht­mauer gntlangzuzuckeln Schließlich fanden wir dann doch noch eine Hyperraum-Umgehungsstra­ße! Das dicke Ende -und das noch VOR Beginn des Cons – sollte aber erst noch kommen: wir hatten gerade die Schnalle des mittelgroßen Asteroidengürtels passiert, der oben den Kohlensacknebel zusammenhält – damit die Schwarzen Löcher im Inneren nicht herauspurzeln können -, als die FLÜGELLAHME KRÄHE aus sämtlichen Düsen weißen Qualm spuckend zum nächsten Boliden trudelte, um dort notzuankern. Wie wir feststellen war Wasser in die Hydrocarbonautik der fünfdimensonialen Sextadimdakkarsuperultrakurzumwicklerspule gedrungen und das so etwas nicht gutgehen kann, muß eigentlich jedem bekannt sein, der auch nur wenig Ahnung von Quargeldynamik hat. Ich marschierte also zum nächsten Notrufplanetoiden, um den Intergalaktischen Verkehrsdienst anzurufen. Dort versprach man, einen Techno-Hilfskreuzer vorbeizuschicken. Es dauerte keine Viertelstunde, da kam mit blinkendem Blaulicht und quet­schenden Bremsen ein Lösch-Raumer um die Ecke gekurvt, und wild aussehende Gestalten mit Brandäxten in den Händen stürzten auf uns zu. – Nun war es zwar ein heißer Tag gewesen und mein Durst nicht gerade gering, aber daß jemand ausrücken würde, um auf diese- Weise meinen Brand zu löschen, konnte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Der Irrtum klärte sich jedoch schnell auf, als mir der Oberbrandmeister berichtete, er hätte’in der Ein­satzzentrale mitgeteilt bekommen, daß auf dem Boliden 0815/4-711 ein Fracht­schiff ausbrennen würde; und er meinte mit einem vielsagenden Kopfschütteln daß dort nach Dienstschluß auch nicht mehr die hellsten Köpfe sitzen würde. Unser gemütliches „Stand-in“ Wurde noch um ein paar Jungs1der intergalak­tischen Raumpatroullie ergänzt, diegerade vorbeikamen. Die fanden auch her­aus, daß der Trollo inr.der Zentrale natürlich NICHT die Verkehrswacht ge­rufen hatte. Das Versäumnis wurde jedoch gleich nachgeholt. Während wir also auf den Techno-Hilfskreuzer warteten und ich wieder zu etwas Atem kam, hatte Samira die anderen Weiblichkeiten um sich versammelt und zeigte ihnen mit wahrer Begeisterung die Luke-Skywalker-Akte. – Mann, war das ein Geschmachte und Gesülze! Da suchte ich so schnell, wie möglich das Weite. Schließlich kam er so sehnsüchtig erwartete Techno-Hilfskreuzer und schleppte den als total fluguntauglich diagnostizierten Frachter zur nächsten Raumbasis. Und die Moral von der Geschieht‘:Trau niemals einem verbeulten Raumfrachter – es könnte sich tatsächlich nui um einen fliegenden Schrotthaufen hand­eln!

Jetzt standen wir vor dem Problem, wie wir unsere Reise fortsetzen konnten. Irgendwie – ich weiß nicht wie – gelang es uns, unseren ganzen Krempel (ein­schließlich Luke-Skywalker-Akte) und uns an Bord der FAR TRAVELLER unterzubringen Mein treues Schiff bog sich ganz schön durch und bei einer größeren Bodenwelle auf der Hyperraumstraße wä-e bestimmt unsere Hauptachse gebrochen, aber die FAR TRAVELLER machte ihre Sache gut und. brachte uns sicher durch einen Stau zum Karlshüf, wo wir mit über vier Stunden Verspätung eintrafen. Wir sahen alle recht mitgenommen aus, aber die Bekan­nten, die wir dort trafen, sorgten schnell dafür, daß es uns wieder besser ging, Mittlerweile haben die SW-Cons ja eine gewisse Tradition, und gewisse Leute trifft man dort immer wieder, z.B. Petra Burghart, Gudrun Lindner, Bernhard Petzhold, Thomas Rau, Ken Fo-ster, Inci Köroglu, Claudia Arndt und natürlich unseren Boß und Veranstalter Dirk Bartholomä.

Während ich noch die Leute begrüßte, hatte sich Samira mit ein paar anderen in eine Ecke zurückgezogen und machte sich über die bereits erwähnten Unterlaagen her. Danach fand eine Session zwischen Dirk Bartholomä und unser­er Autorin BANSHEE C’AY wegen der Veröffentlichung der REBELLENODYSEE statt. Von einer Nachtruhe war eigentlich nichts zu spü­ren – wir quatschten fast die ganze Nacht durch. Bernhard Petzold und ich hatten uns in der Küche verbarrikiert und ließen es uns dort gutgehen. Ein paar Unermüdliche spielten bis Samstag morgen um 4.00 Uhr ein Modul des SCHWARZES AUGES. Nach kurzem Schlaf gab es das allseits be­kannte und beliebte Con-frühstück. Frisches Brot und Semmeln mit Marmelade und Nutella. Also genau das Zeug, das einem Raumfahrer Leib und Seele zusammen­hält. Sogar Darth Vader soll einmal eine Aufbau­kur mit Nutella gemacht haben. Nach dem Frühstück fand die offizielle Be­grüßung statt und das Leitungsteam des ESWFC stellte sich den Mitglie­dern vor, danach folgte ein Soundtrackquiz mit 40 mehr oder weniger schwe­ren Filmmusiken. Nach einem Bohneneintopf zum Mittag ging es mit einer heißen Versteigerung weit­er, bei der einige seltene Sammlerstücke den Besitzer wechselten.

Anschließen warfen sich einige Leute in ihre Kos­tüme in ihre Kostüme, um .vor dem Karlshof die erste Fotosession abzuhalten. Da wurde Jens Schmidt von Darth Vader gewürgt und ein Anfängerkurs in Laser­schwertkampftechnik durch­geführt. Es war jedenfalls sehr lustig. Am’Abend wag­ten sich einige Fans an ein SF Rollenspiel, Ster­nengarde das mit ziemlich brutalen Mitteln gekämpft wurde. Am Sonntag vormittag wurde das Video vom letzten Con begutachtet (unter viel Gelächter). Am Mittag fuhren viele der Conteilnehmer mit dem Auto nach Augsburg um dort die 2000 Jahr Feier der Stadt Augs­burg auf dem Bürgerfest zu feiern. Da ich nicht mit nach Augsburg fuhr, wird Rainer Körner von der Fahrt berichten: Im Konvoi zu 6 Fahrzeugen machten wir uns auf den Weg. Ich hatte auch noch das große Glück mein Auto bis oben hin mit Gepäck und Leuten zu haben. Mit mei­nem altersschwachen Ford zuckelte ich hinter Dirk her, der relativ zügig mit seinem Sierra an allen Lastwägen vorbeizog. Bis Donauwörth konnte ich ihm auch noch gut folgen, aber als wir dann auf die Schnellstraße fuhren und Dirk mit Voll­gas davonzog blieb ich mit meinem 140 Stundenkilometer Gefährt bald weit zurück. Um den Motor nicht zu überdrehen schaltete ich in den Leerlauf, da es steil bergab ging. Bald darauf leuchtete mein Batterieladekontrolllämpchen auf. Ich dachte mir der Keilriemen ist gerissen.

An der nächsten Ausfahrt verließ ich die Schnellstraße, da hin­ter mir noch 2 weitere Wagen fuhren die auch nicht recht Bescheid wußten folgten sie mir. An der Ausfahrt bemerkte ich dann mit großem Gelächter im Auto, daß nur der Motor abge­storben war. Mit einem elegantem Wendemanöver begab ich mich auf die Schnellstraße zu­rück, wobei die dämlichen Gesichter der nachfolgenden den ersten Schrecken wieder wett­machte. Wir setzten die Fahrt fort, ohne jedoch zu wissen wo wir uns in Augsburg treffen würden. Als nach einer Viertelstunde noch immer nichts von Dirks Gefährt zu sehen war, bekamen wir langsam ein komisches Gefühl, daß man auch mit Panik bezeichnen könnte. Doch endlich sah ich Dirk am Straßenrand stehen und wir konnten die Fahrt nach Augsburg zu Ende führen. Nachdem das Parkplatzproblem gelöst wurde, marschierten wir gemeinsam zum Rathausplatz wo wir uns dann in Gruppen aufteilten. Die ganze Stadt war ein Hexenkessel, an jedem Stand boten Händler in historischen Gewandungen Waren an. Viele Augsburger marschierten in der bürgerlichen Tracht des Mittelalters umher und vervollständigten das Bild, das sich einem durch die zahlreichen Gaukler, Barden und Artisten bot. An einer Straßenecke sahen wir einem Schmid bei der Arbeit zu, gleich daneben bot uns ein Wein­händler Germanischen Met an, ein sehr süßer Honigwein.Leider war dieser schöne Nachmittag viel zu schnell vorbei und wir mußten wieder starten.

Im starken Stadtverkehr verloren wir ein Fahrzeug. Nachdem wir Inci und Clau­dia Arndt (Autoren von DIE BEDROHUNG) nach Hause ge­fahren hatten ging es weit­er Richtung Nördlingen. Unterwegs zog Dirk mit seinem gemieteten SIERRA vorbei und entschwand in der Ferne. Jedenfalls kamen die Autos aus dem Konvoi alle einzeln am Conhaus an. Hier ist nun wieder Aterias

Während die Leute in Augs­burg waren bereitete BANSHEE C’AY mit ca. 20 Helfern (denen wir an die­ser Stelle nochmals unseren Dank aussprechen wollen) ein wundervolles Chines­isches Reisgericht mit 6 Gängen zu, an dem sie den ganzen Tag arbeiteten. Für Interessierte finden sich die Rezepte am Ende des Conberichtes). In diesem Zusammenhang möchte ich ein großes Lob für den Küchendienst aus­sprechen, der von jedem Teilnehmer ein oder mehrere Male verrichtet wurde. Gegen Mitternacht wurde eine Fackelwanderung veran­staltet, bei der der gute Dirk einen kleinen Scherz mit der Wandercrew veran­staltet hat, doch das lassen wir besser ihn be­richten, da ich zu dieser Zeit gerade in Nördlingen war.

„Tja, das Konzept für meinen STAR WARS Marsch sah folgendermaßen aus. Man gebe den Leuten nachts um 22.00 Uhr Fackeln, die 30 Minuten brennen, die Marschroute hingegen war auf 2 Stunden festgelegt. So ergab es sich, daß nach einer Stunde auch die letzte aufgesparte Fackel aufgebraucht war und man mit Feuerzeug und Minitaschenlampen sich den Weg suchte, doch schließlich brachte auch dies nicht mehr viel, so daß nur noch der herrliche Stern­enhimmel und der Mond die Wanderer beleuchtete. Allen Ängsten zum Trotz konnten die Teil­nehmer schließlich doch noch den Weg nach Hause finden, da ich mich als freiwillige Fackel zur Verfügung gestellt habe.

MONTAG

Ich nutzte die Gelegenheit um mit Elke die Umgebung bei einem ausgedehntem Spaziergang zu erkunden. Es ist dort wirklich sehr schön und vor allen Dingen ist es ruhig – kein Lärm von Flugzeugen und Autobahnen. Nur haben in dieser Gegend manche Wege die unange­nehme Eigenschaft sich überraschend in Nichts aufzulösen, was uns jedoch in ziemliche Verwirrung stürzte. Im Karlshof liefen den ganzen Tag über eine Menge Filme, wobei aber nicht in erster Linie die gängigen Großproduktionen gezeigt wurden, sondern Fernsehserien aus den 60er Jahren, wie zum Beispiel TIME TUNNEL und RAUMSCHIFF ORION und eine brand­neue US-SF-TV-Serie namens FINAL BATTLE, in der die Bürger der Erde von Außerirdischen heimgesucht werden. Am Nachmittag entschlossen sich einige Leute in ihren Kostümen nach Nördlingen zu fahren, um dort zu versuchen, bei den Einheimischen das Interesse an SW und dem Club zu wecken.

Zahlreiche Infoblätter wur­den u.a. an Punker, Geschäftsleiter und andere Personen verteilt. Wir fielen derart auf in unser­er Gewandung, daß es fast zu einem Unfall eines Mofa­fahrer mit einer Mauer kam. Später machte Dirk im wahr­sten Sinne des Wortes einen Riesenkrach, als er im 1. Stock Sylvesterknaller aus dem Fenster warf. Weil er schon tagsüber dadurch auf­ gefallen war, daß er mit einem selbstgebastelten Flammenwerfer Fliegen, Mücken und ähnliches Vieh­zeugs den Garraus machte, wurde er zum Pyromanen des Cons ernannt.

Dies führte anschließend zu einer größeren Tischrunde die bis in die Nacht hinein nichts besseres zu tun hat­te, als Schwanke aus der Jugend zu erzählen, was sie mit Feuerwerkskörpern schon alles in die Luft gejagt hatten. Am selben Abend fand dann auch noch eine Diashow über den ersten und zweiten STAR WARS Con statt, die mit einem sati­rischem Kommentar von Dirk begleitet wurde. Danach folgte noch eine Tonbild­schau mit SF/FANTASY Motiv­en von mir. Später zog man sich auf die einzelnen Zimmer zurück und quatschte dort noch einige Zeit weiter, wobei etliche Flaschen Sangria vernichtet wurden.

Am Dienstag führte Jens ein STAR WARS QUIZ für die allergrößten STAR WARS FREAKS durch. Ich bilde mir ja ein, mich gut in den Filmen auszukennen, aber um etliche der Fragen be­antworten zu können, mußte man wohl wirklich alles über STAR WARS gelesen haben! Es machte jedenfalls Spaß, und das ist schließlich die Hauptsache. Nachmittags unternahm ich mit ein paar Leuten eine Spazierfahrt nach Nördlingen, es lohnte sich diese Stadt näher unter die Lupe zu nehmen, weil sie bis heute ihren mittelalterlichen Charakter behalten hat, was doch relativ selten ist. Wieder zurück wurde bis in die Nacht hinein an einem großem Lagerfeuer gegrillt und geschmaust, das es eine wahre Lust war. Und als wir dort eng zusammenrückten und um das Feuer standen kam eine ganz phantastische Stimmung auf – und das in Verbindung mit dem klaren Sternenhimmel wirkte noch intensiver.

Unsere Roomparty kam in dieser Nacht nicht so recht in Schwung, deshalb verzog ich mich mit Katja, Anja und noch 2 Leuten wieder nach draußen zu meinem Auto, wo ich Synthesizermusik auflegte, und mit diesem Background und 2 Flaschen Sangria redeten wir über Gott und die Welt bis 5.00 Uhr morgens. Dieser Abend wird mir am besten in Erinnerung bleiben. Am Mittwoch den Tag meiner Abreise wollten wir nocheinmal für gehörige Action sorgen. Ich sammelte also ca. 12 Leute mit Kostümen um mich, dann fuhren wir zur nahe­ gelegenen Burgruine, wo nochmals Fotos gemacht wurden.

Ich meine, das hier die besten Bilder des Cons geschossen wurden, denn ein schönes Kostüm wirkt noch besser, wenn es statt einer Backsteinmauer mit einem besserem Hintergrund fotographiert wird und dafür war die Ruine ideal. Wir ließen also unserer Phantasie freien Lauf, erschreckten durch unserer etwas ungewöhn­lichen Kleidung einige Zivilpersonen, die sich ebenfalls die Ruine ansehen wollten und dachten uns einige Szenarien aus, z.B. freie Nachstel­lung einiger Szenen aus den SW Filmen, das Camp der gefangenen Prinzessinen mit anschlies­sendem Ausbruch, ein Armdrücken zwischen Vader und OBI WAN und ähnlichen Unsinn mehr. Zusam­menfassend läßt sich sagen, daß dieser Con rund­ um ein voller Erfolg war, und daß zu hoffen bleibt, daß noch mehr Treffen dieser Art im Karlshof stattfinden werden.

 

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