7. TreWa Con

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Die 7. TreWa Con im Karlshof | Beginn: 23.07.1986 / Ende: 29.07.1986


Con-Bericht SommerCon (TreWa 7) – Karlshof
Die Beatles trällern I FEEL FINE, wir (ADDI und DINO ) sitzen an einem Freitag (Feiertag!) um 23.35 Uhr mit rauchenden Köpfen und einer fast gekillten Erdbeerweinflasche in DINOs Zimmer und versuchen verzweifelt, einen Anfang für diesen Conbericht zu finden. Da uns dies aber ange-ichts der niedrigen Alkoholwerte (hick … Prost!) nicht gelingen will, fangen wir ganz harmlos an, mit der Vorgeschichte.

Das Grauen schlug wie üblich an einem Freitag zu, und zwar dem 18. Juli, nach 23 Uhr in Form eines weinroten Golfs mit Dachgepäckträger, Gießener Kennzeichen und vor allem Inhalt [Anja, Katja, Markus). Diese hatten nämlich vor, Dino bis zur gemeinsamen Con-Abfahrt mit ihrer Anwesenheit zu quälen [was ihnen auch gelang). Außer Con-Stimmung reifte in ihnen auch eine gewisse Lust auf Perversitäten, was der Brief an einen sogenannten Pendor Ra Ys bestätigen wird doch das ist eine andere Geschichte und sie soll ein andermal erwähnt werden. Die Zeit zählte die Tage bis Dienstag schnell, wobei die fast komplette Mannschaft an diesem Tag losfuhr, um die Besatzung durch Addi zu vervollständigen. Nach ausgiebigem Essen im Niemandsland (zw. franz. und dt. Grenze) da wohnt nämlich die Addi , stand noch ein Treffen am Stammtisch des SFCD auf dem Programm (wobei uns Hans-Georg Mader und sein von ihm verschüttetes Pilsbier stets in guter Erinnerung bleiben wird!) Als sich gegen 22 Uhr auch der letzte SFCDler vom Stammtisch verkrümmelt hatte, stand den Lost Wickets eigentlich nichts mehr im Wege, um die Reise ins bayrische Hinterland anzutreten. . . .

HAUPTTEIL

Nach einer mehr oder weniger normal¬en Fahrt mit zwei ausgiebigen Pausen kam es zu einer umso ereignisreicheren Ankunft. Dunkel wars, der Mond schien helle, 3.45 Uhr wars und außer uns und dem Karlshof keine Menschenseele zu sehen. Da wir somit die ersten waren, konnte uns keiner daran hindern, unsere Lost Wickets Fahne zu hissen und es uns darunter in den Schlafsäcken bei einer Flasche Erdbeerwein gemütlich zu machen. Nach ca. einstündiger Ruhepause kamen die Hamburger, mit denen wir halb erfroren verzweifelte Einbruchsversuche starteten, da unser werter Herr Veranstalter gnädigerweise vergessen hatte, den Schlüssel unter der Fußmatte zu deponieren. Da diese Anschläge scheiterten, sahen wir uns wenigstens zu einem einigermaßen ordentlichen mitgebrachten Frühstück bestehend aus Wurst und Brötchen (bei Euch heißt so was ja Semmel!) veranlasst, um frisch gestärkt das übrige Kroppzeugs in Empfang zu nehmen … und weit und breit kein Bernhard mit Schlüssel zu sehen.
Etliche Stunden später, gegen 9 Uhr, hatte dann der Hausmeister Erbarmen mit uns, indem er uns auf das Haus losließ und die allgemeine Schlacht um die Betten konnte beginnen. Angesichts dieses Massenansturms wurde die sogenannte Bettenreservierung natürlich gänzlich über den Haufen geschmissen, so daß ein Teil es vorzog [Katja, Anja, Dino und Addi ) es vorzog, sich in das noch leere Mövennest zu verziehen. Kurz darauf sah sich auch der diesmalige Veranstalter genötigt, sich dem Pöbel zu zeigen. Im Klartext: Petzi kam. Außer dem Aufhängen von Steckbriefen hatte er es sich auch zur Aufgabe gemacht, Formblätter unter die Leute zu bringen, sie zur Unterschrift zu zwingen und sie zum Spüldienst zu knechten (was von einigen kräftig ignoriert wurde!)

Im Laufe des Tages, wurde das Haus, aber noch nicht die Leute voll, wobei die sowieso schon wacklige Zimmerreservierung spätestens bei der Ankunft von Gubernath S. Co. einen Collapso totale erlitt. Aber man ist ja flexibel und so wurde dieses Problem ausnahmsweise ohne Handgreiflichkeiten durch diverse Umzüge gelöst, womit alle eine ganze Weile beschäftigt waren. In der Nacht wurde es im Fuchsbau zwecks einer Kissenschlacht wieder recht munter, die aber einige Personen‘ in arge Mitleidenschaft zog und bei einem einen regelrechten Blutrausch zur Folge hatte (er sei uns hiermit herzlich gegrüßt!) Der Rest der Nacht wurde dann mit allgemeinem Schäfchen zahlen zugebracht.

Am nächsten Morgen wurde dem Frühstück als Beilage die Begrüßungsrede von Dirk serviert, der uns bei dieser Gelegenheit mit Lorinda vom amerikanischem SW Fanclub bekannt machte. Zwecks Mittagessen machte ein armer Irrer (Leute ich bins DINO!) von dem Vorschlag Gebrauch, für die ganze Meute zu kochen (ich tu’s nie wieder!!!). Der Zuspruch war groß, was man von der Hilfsbereitschaft in Sachen Küchendienst nicht gerade sagen kann. Da es sich mehr um ein mittägliches Abendessen handelte, kann man gleich zur Berichterstattung des Abends übergreifen. Da wir Cthulhu und ähnliche Monster in der nebenstehenden Scheune nicht finden konnten, begnügten wir uns mit dem Auffinden einiger dorthin ausgewanderter Rollenspieler, denen es im Karlshof anscheinend zu voll geworden war, um ihr vergnügliches Beisammensein in der Abgeschiedenheit zu fristen. Eigentlich wollten wir nur unsere am Vortag neu erworbenen WARLOCK Kenntnisse auffrischen, aber diverse Gespräche, Handlungen und Onkel Allohol (wer denkt, das das ganze in ein Saufgelage ausgeartet ist, der irrt sich gewaltig!), veranlassten uns zu noch abartigeren Handlungen, die fein säuberlich mit dem Foto festgehalten wurden [die nächste Diashaw wird es zeigen, ungekürzt und in voller Länge!). Wir danken an dieser Stelle allen Personen, die sich mehr oder weniger freiwillig der Knipswut interner Pressefotographen stellten! Einige Nachteulen, die nicht müde zu kriegen waren, hielten es für nötig, diverse wahllos herumstehende Gegenstände mit Toilettenpapier zu verzieren. In diesem Falle mußte der Fahnenmast vorm Haus dran glauben. Allerdings wurde die Armut des Verpackungsmaterials für einige Personen später fast schmerzlich bewußt …

Der 3. Tag beschränkte sich unsererseits auf einen Ausflug, bei dem Addi und Dino unter sachgemäßer Führung (najaaaa) Nürnberg unter die Lupe nahmen. Nach einer Plünderungsaktion im kleinem Rahmen, bei der die Körnersche Kühltruhe bzw. der Inhalt dran glauben mußte, verzog man sich wieder stadtwärts um der sogen. Kultur Genüge zu tun. Bei der Rückkehr zum Karlshof wurde die Allgemeinheit von einer derartigen Grillwut befallen, der nicht zu entkommen war, und so entschlossen sich einige Leute, dieser Laune bis spät in die Nacht in einem nahegelegenen Steinbruch nachzugehen. Der anschließende Abstieg in finstere Nacht war allerdings schon eine Story für sich …. Während ein Teil grillen war, hatte Cthulhu anscheinend doch die Vorzüge der Scheune entdeckend dort eine mittelprächtige Rödel-Dödel-Sitzung ins Leben gerufen, denen auch ein Teil der Spätheimkehrer nicht ent-sagen konnte. Im Gegensatz zu anderen, die sich mehr zu dem Videorecorder hingezogen fühlten. So ging jeder seinen Süchten bis in die Nacht hinein nach, wobei auch einige geschlafen haben sollen…

Über das Wochenende sollten lang ausgeheckte Filmpläne verwirklicht werden, was angesichts einiger Kostüme auch nicht zu übersehen war. Soweit man als Außenstehender mit-kriegen konnte, handelte das Werk von einem typischem Con-Neuling, der von erfahreneren Teilnehmern in traditionelle Bräuche und Riten eingeweiht wurde. Der nächste Con wird auch das zeigen. Am Abend wurde wieder die neuerworbene Tradition des Grillens gepflegt. Das Ganze wäre ein äußerst harmloser Tag gewesen, wenn man von einer bestimmten Nacht- und Nebelaktion absieht. Bei dieser brach in einigen Leuten der Kindergartenfanatismus und die Freude an Fingerfarben aus. Da letztere nicht vorhanden waren, mußten Lackstifte [angeblich wasserlöslich) daran glauben, die dazu bestimmt waren, sich mit Kriegsbemalungen unkenntlich zu machen. Nach dieser persönlichen Verschönerungsaktion zog die wilde Meute einen Stock höher um sich im schon schlafenden Fuchsbau als Exekutionskommando für den noch schlafenden Karl-Heinz vorzustellen. Die Kritzelwut der Attentäter ging auch an dessen Rücken nicht spurlos vorbei … Die Tat war so minutiös geplant, das kaum mit einer Gegenwehr zu rechnen war. Und als auch so ziemlich der letzte im Fuchsbau dem Schlaf entrissen worden war, waren die Meuchelmaler auch schon wieder verschwunden. In düsterer Vorahnung auf einen 2. Anschlag hatte sich Karl-Heinz mit seiner Schreckschußpistole bewaffnet, was das Überfallkommando beim 2. Überfall aber bis auf ein Klingeln im Gehörgang recht wenig berührte. Allerdings war die Nachtruhe einigen der Geweckten so heilig, daß sich einer entschloß durchs Fenster zu klettern um einen Holzscheit zwecks Verbarrikadierung zu besorgen. Das wiederum gefiel Robert nicht, der gegen 5 Uhr auch nichts anderes als in sein Bett und schlafen wollte. Wiederstand war zwecklos, die Tür hats gerade so überlebt und ansonsten verlief die Nacht ruhig.

Gegen sonntägliche Mittagszeit brachten die Filmleute auch ihre letzten Szenen in den Kasten, wobei sie fast alle zwecks Massenszenerie aus dem Haus und vor die Kameras scheuchten Die 2 . Tageshälfte verlief mehr oder weniger im Sande, spannend wurde es erst wieder gegen Abend, als die lang geplante Kostümprämierung in die Tat umgesetzt wurde.
Man soll es kaum für möglich halten, daß das beste Originalkostüm einem gewissem Bernhard Petzold gehören soll. Darth Vader und Yoda mußten sich mit dem 2. und 3. Plätzen begnügen. Ohne irgendwelche Androhungen von Schreckenstaten erreichte Gudrun Lindner den 1 . Platz bei den FANTASY Kostümen, gefolgt von Katrin Goebel als Dark Lady und Simone als Dee Mara. Die absolute Krönung dieses Abends war eine wilde Kitzelorgie, die in eine dermaßen wüste Wasserschlacht (WATER WARS) ausartete, daß kein Beteiligter trocken davon kam. Der Hausgang wurde bei dieser Gelegenheit ebenfalls auf seine Wasserbeständigkeit geprüft. Diese Aktion dauerte auch wie üblich bis mitten in die Nacht, die nun schon die vorletzte war. Am daraufgrauenden Tag beschloß die Allgemeinheit den letzten Abend durch eine richtig schöne Grillfete zu beschließen und machte sich bei Zeiten auf,Utensilien, wie Wurst und Semmel in Massen sowie Flüssigkeiten in Flaschen zu besorgen. Alles in allem wurde es ein sehr schöner Abend, obwohl sich schon eine fast wehleidige Abschiedsstimmung breitgemacht hatte. Die anwesenden Sekt und SANGRIA Flaschen durften nur nach aussprechen eines Trink-Spruches benutzt werden, so gab es eine ganze Menge lustiger Sprüche und Reime.

Am Morgen darauf hieß es dann für die meisten auch schon Abschied nehmen und das kleine Reinigungskommando, das übrigblieb mußte auch gegen 14 Uhr den Karlshof räumen.
EPILOG
Es ist noch anzumerken, daß dieser Con auch nicht ohne fast allnächtige Spaziergänge abging. Positiv anzumerken sind auch Neuerungen wie das Aushängen von täglichen Programmen, neue (wohl eher ex-neue…) Verschlüsse an Türen und Räumlichkeiten und einiges andere mehr…

Auf jeden Fall hats und gefallen, nach Möglichkeit kommen wir Silvester wieder !!

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