11. TreWa Con

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Die 11. TreWa Con in Oberwittelsbach| Beginn: 22.07.1988 / Ende: 29.07.1988


Con-Report ESWFC Con 11 – Con-Tagebuch
Diesen Con-Bericht hat Euch diesmal ein Con-Neuling geschrieben. Da ich erst 15 Jahre alt bin, war ich auf dem Con auch einer der Jüngsten, wenn nicht die Jüngste. Aber ich möchte gleich sagen, dass mir dieser Con sehr gut gefallen hat, obwohl ich zuerst meine Bedenken hatte (siehe frühere Conberichte), aber wer hat die nicht?!?

1. Tag
Als ich Freitagnachmittag mit meiner Mutter, die mich gnädiger weise zum Con gebracht hat, in Oberwittelsbach ankam, waren die meisten Leute noch gar nicht da. Der Rest stand, saß oder lag vor der Tür und unterhielt sich. Da ich als absoluter Con-Neuling noch keinen von den Typen jemals vorher gesehen hatte, habe ich mich erst mal versichert, ob ich überhaupt richtig war. Doch ich war richtig, und meine Mutter fragte sich schon, ob sie mich nicht gleich wieder mitnehmen sollte (ich habe ihr mit größter Überzeugung erzählt, ich wäre schon in guten Händen). Dann hat mir Dirk erst einmal das Haus gezeigt und mich in ein noch leeres Zimmer verfrachtet. Mit der Zeit trudelten dann auch noch die anderen Conler ein, und am Abend stürzte sich die ganze Meute auf den Wurstsalat mit Semmeln. Der Rest des Abends/Nacht wurde mit gegenseitigem Kennenlernen und Wiedersehen verbracht. Wegen des warmen und klaren Wetters saßen die meisten vor der Tür, was aber die Nachbarn gar nicht so romantisch fanden.

2. Tag
Am Samstagmorgen ging erst einmal der Sturm auf den Supermarkt los (Frühstück gab es erst um 12.00 Uhr (Hunger !!!) und 2 Mahlzeiten am Tag waren den meisten Leuten wohl auch zu wenig (obwohl abends immer super gekocht wurde, Kompliment an den Veranstalter !!!)
Nachmittags ist etwa die Hälfte der Conler nach Aichach ins sowieso schon total überfüllte Freibad gefahren, um dort die Leute mit Ballspielen im Wasser zu nerven oder in der Sonne zu brutzeln. Diese Con-Teilnehmer konnte man später fast alle durch leicht gerötete Haut von den anderen unterscheiden, die den Nachmittag mehr oder weniger im dunklen Videoraum verbrachten. Der Abend brachte schon gleich die ersten Probleme: 11 Kilo Hackfleisch, die in der (vom Hauswirt gnädiger weise nicht reparierten) Gefriertruhe untergebracht waren, sind total verdorben. Da stellte sich doch die Frage, wie man die 40 Leute sattkriegen sollte ! Das Problem wurde schließlich mit ein paar Fleischwürsten, Reis, Tomaten und jeder Menge Gewürzen gelöst (war aber trotzdem gut, der Veranstalter). Nach dem Essen wurden die alten Con-Filme gezeigt, und anschließend gab es noch als Wunschfilm RED SONJA und irgendwann in der Nacht EVIL DEAD II. Der Rest der Leute saß wieder vor dem Haus und machte es sich dort bis spät in die Nacht gemütlich (ich glaube, das hat die werten Nachbarn, die schließlich am nächsten Morgen um 5.00 Uhr oder so aufstehen mussten, echt auf die Palme gebracht).

3. Tag
Sonntag gab es nach dem Frühstück ein SW-Quiz von Jürgen (wie war noch gleich die Nummer von der Druckluke?), und der Nachmittag brachte gleich mehrere Programmpunkte: ein paar Sonnenhungrige haben sich gleich wieder ins Freibad gestürzt, konnten ihre Sonnengier aber nicht ganz befriedigen, da es am Nachmittag in Strömen zu regnen anfing. Im Videoraum konnten sich STAR TREK Fans wieder diverse Raumschiff Enterprise Folgen reinziehen und im Aufenthaltsraum machten Dirk und ich verzweifelt Versuche, einigen Leuten STAR WARRIORS beizubringen (das Spiel kann ich übrigens jedem empfehlen, der äußerst gute Englischkenntnisse, einen hohen Intelligenzquotienten und SEHR viel Geduld hat. Und: wenn man es erst einmal kapiert hat, macht es richtig Spaß). Im Keller wurden derweil blutrünstige Szenen mit Fantasy-Gestalten und tapferen Rebellen für den Con-Film gedreht (das Tomatenmark ist wirklich schön rot). Abends wurde eine Diskussion um das allgemeine Clubgeschehen gehalten, wobei auch ein „Normalbürger“ mal ein kleines Einsehen in Sachen wie JOURNAL Entstehung oder Clubkasse bekam. Der Höhepunkt des Tages war wohl die anschließende Diashow von Dino mit wirklich gelungenen Aufnahmen von früheren Cons. Ein paar Unermüdliche haben dann noch bis spät in die Nacht Zitatequizze gemacht.

4. Tag
Montagnachmittag wurde der traditionelle STAR WARS Marsch gemacht, wozu der Oberwittelsbacher Wald die idealen Gegebenheiten bot. Das Ganze war nur leicht chaotisch, weil fast alle Gruppen den Weg nicht gefunden haben und sich dauernd über den Weg gelaufen sind (wo war jetzt eigentlich der erste Streckenposten?). Abends konnte man sich dann noch mit Rollenspielen oder dergleichen (z.B. STAR WARRIORS mit Asteroiden Szenario) herumschlagen, bis nach Einbruch der Dunkelheit das Super-8-Festival stattfand. Wie in einem Freilicht-Kino wurde an eine Hauswand die Super-8-Fassung von DAS IMPERIUM SCHLÄGT ZURÜCK projiziert. Und obwohl so unwichtige Szenen wie die Einfrierung Han Solos fehlten (das Ganze war auf 40 Minuten zusammengeschnitten), war das (zumindest für mich) einer der Highlights des Cons. Bleibt noch zu erwähnen, dass mehr oder weniger jede freie Minute des Tages mit Drehen irgendwo im Haus verbracht wurde (besonders im Keller!).

5. Tag
Dienstag früh startete eine Kolonne von Colern in Richtung München, um den BAVARIA Filmstudios einen Besuch abzustatten. Dort haben wir dann auch einen SF mäßigen (?) Führer bekommen, der uns fast 2 Stunden die Studios gezeigt hat. Anschließend machte ein Teil der Gruppe noch eine gemütliche Stadtfahrt mit anschließendem Stadtbummel („verflixte Einbahnstraßen“ „wo sind denn nur die Parkhäuser“). Am Abend traf man dann total erschöpft (wo sind die kalten Duschen ?) im Conhaus ein, wo die Zurückgebliebenen den Tag mal in aller Ruhe (oder auch nicht) verbracht hatten. Abends bzw. nachts hielten sich die meisten in der gemütlichen Kellergruft auf (ich möchte an die zum Teil feuchtfröhliche Feier von VADERS, Andreas Reinisch, Geburtstag erinnern).

6. Tag
Mit dem Mittwoch wären wir dann schon beim vorletzten Con-Tag angelangt, der noch einmal so richtig SW-mäßig aufgezogen wurde. Nach dem Frühstück brütete man erst einmal über Highlanders Soundtrackquiz und nachmittags wurde Video geglotzt. Das passt ganz gut, weil es in Strömen gegossen hat (wobei das Dach des Con-Hauses wieder mal seine Denkmalschutz-Würdigkeit beweisen konnte). Nun ja, die Originalfassung von KRIEG DER STERNE fand noch allgemeinen Anklang, aber bei KAMPF UM ENDOR und DROIDS wurde der Videoraum immer leerer (wobei ich sagen muss, dass ich DROIDS noch echt lustig fand!). Abends wurde der Eisdiele in Aichach noch ein Massenbesuch abgestattet, worüber sich die Besitzer gewiss gefreut haben. Wieder zurück im Con-Haus fanden die Fanball Spiele statt (ein Softball muss irgendwie in das gegnerische Tor gebracht werden). Wir haben echt eine Menge Spaß gehabt, der einzige Nachteil war nur, dass der Decke des darunterliegenden Raumes das Ganze nicht so gut bekommen ist bzw. dem Putz der Decke. „Na dann eben nicht ! Gehen wir wieder in den Keller !“ So wurde der letzte Abend wieder bei Kerzenschein in dem für die vielen Leute eigentlich zu kleinem Kellerraum verbracht. Die letzten haben sich um ca. 5.00 Uhr verzogen, was sie allerdings bereuen sollten, da sie früh am nächsten Morgen von einigen Aufräumwütigen geweckt wurden. Aber was solls!

Der letzte Tag
Tja, jetzt bin ich schon beim letzten Con-Tag angekommen, von dem es eigentlich auch nicht mehr so viel zu berichten gibt. Schon am frühen Morgen herrschte Aufräum- und Aufbruchsstimmung. Die Klamotten wurden gepackt und das Haus aufgeräumt und gesäubert und einige sind schon vor dem Frühstück (welches es heute ausnahmsweise schon um 10.00 Uhr gab) abgefahren. Um die Mittagszeit herrschte dann die totale Aufbruchsstimmung und die letzten in Richtung Augsburg haben uns um 14.30 Uhr verlassen. Übrig blieben nur noch Dirk und ich (das ist der Nachteil, wenn man nicht weiß, wann man abgeholt wird) und wir sind noch einmal durch das leere Haus gestreift.
Abschließend kann ich auf jeden Fall nur sagen, dass dieser Con ein toller Erfolg war und bestimmt nicht nur für mich. Ich kann es echt jedem empfehlen, mal auf einen Con zu kommen, es wird bestimmt viel Spaß haben und keinen bleibenden Schaden davontragen.
MAY THE FORCE BE WITH YOU.

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