13. TreWa Con

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Die 13. TreWa Con in Schopflohe – Erste Con mit Vorcon| Beginn: 24.07.1989 / Ende: 30.07.1989


Erste Con mit VORCON, Erste echte TreWa CON mit vielen neuen Star Trek Fans als Teilnehmer, Kennenlernspiele am ersten Conabend,

Kaminfeuerabend, MOP TARGET, Vaders Geburtstagsfete mit 100 Luftballons in seinem Auto, Orientierungsfahrt, Fußballspiel,

Sommer-Con `89
Sonntag, 23.07.89
Hallo, da waren wir wieder. Zusammen mit Gudrun und Tim durften Dirk Stellmacher und ich zu den ersten Leuten gehören, die ins Con-Haus einfielen. Barthels hatte es nämlich geschafft, kurzfristig das evangelische Jugendübernachtungshaus in Schopflohne etwas früher als geplant zu bekommen.
Der erste Eindruck war überraschend: Das Haus hatte eine große Halle als Mittelpunkt, um die sich alle Räumlichkeiten wie Küche, Aufenthaltsräume, Kaminzimmer, etc. gruppierten. Im ersten Stock gab es dann an einem Rundgang alle Schlafzimmer und die Waschgelegenheiten. Von oben hatte man einen Überblick über die gesamte Halle. Schon die ersten Minuten zeigten uns, dass dies das beste Con-Haus aller bisherigen war.
Nachdem man in einer nahe gelegenen Kneipe essen ging, wurde der Rest des Abends mit Klönen, Wiedersehensfreude und einem allgemein schönen Auftakt des Cons verbracht. Auch die wenigen schon anwesenden „Neulinge“ schienen sich schon recht wohl zu fühlen. So gingen die letzten schon am frühen Morgen zu Bett.
Montag, 24.07.89
Auch der erste offizielle Tag des Cons wurde durch Anreisende geprägt. Dennoch starteten beispielsweise Dirk und ich mutig zu einem Entdeckungstrip nach Schopflohe. Die Entdeckungen beschränkten sich auf bäuerliches Leben und manifestierten die absolute Abgeschiedenheit des Ortes in dieser herrlichen Landschaft. In Verbindung mit diesem hervorragenden Con-Haus also die besten Bedingungen für einen schönen Con, der dieser auch werden sollte.
Barthels offizielle Begrüßung war gegen 20.00 Uhr dann der offizielle Auftakt des Cons. Bei dieser Gelegenheit konnte sich der Einzelne noch einmal vorstellen, denn es handelte sich ja um einen STAR WARS – STAR TREK CON und somit kannte man natürlich längst nicht alle Leute. Außerdem waren endlich auch wieder einige „Neulinge“ da. Nach der recht lustigen Vorstellung („Ich bin ein Trekker“) folgte ein spaßiger Spiele-Abend mit Pantomimen, Erkennungsspielen, etc. Andere zogen es vor, sich auf den Zimmern mit Bekannten zu unterhalten. Auch heute dürfte kaum jemand vor 03.00 Uhr ins Bett gekommen sein.
Dienstag, 25.07.89
Nach einem guten Frühstück hatte die müde Gesellschaft dann Gelegenheit, Geld auszugeben. Flohmarkt war angesagt. Mit einem recht üppigen Angebot an STAR TREK und STAR WARS Material warteten auch diesmal wieder Dirk Bartholomä und Robert Vogel auf, wobei auch diesmal andere die Gelegenheit nutzten, Material zu verscherbeln oder einzutauschen. Für mich persönlich war es auch nicht gerade billig. Aber Con ist halt auch, Geld für Material auszugeben. Für mich zumindest.
Es folgte dann Ekmar Brand’s Video-Special mit Trailern und Dokumentationen zu Star Trek V, dem neuen Bond, INDY III, BATMAN u.v.a.m. Den anschließenden Videonachmittag bestimmte dann, wie auch an den folgenden Tagen, die STAR TREK Crew. Für andere wurde der Nachmittag zum Badetag und wieder andere vertrieben sich mit Spielen und Diskussionen die Zeit. Einer der Höhepunkte dieses Tages war aber das hervorragende Abendessen: Simone Werner hatte sich tatsächlich die Mühe gemacht, für alle Con-Teilnehmer ein komplettes chinesisches Menü anzurichten. Ich kann nur hoffen, alle Con-Teilnehmer wussten diesen Arbeitsaufwand und das leckere Essen zu würdigen.
Weiter ging es dann mit Dirk’s und Bernhard Petzold’s SF/FANTASY Diashow und mit der STCE Mitgliederversammlung, zu der ich mich als STAR WARS Fan aber nicht äußern kann, da ich nicht teilnahm. Das Ende des Dienstags war eine absolute Sponti-Fete, die die meisten Teilnehmer mal wieder am schlafen hinderte. Bis ca. 4.00 Uhr waren sicher noch nicht alle im Bett.
Mittwoch, 26.07.89
Der Mittwoch wurde dann von Simone’s Orientierungsfahrt „überschattet“. Diese recht gut durchorganisierte Fahrt führte uns vier Stunden lang durch das Nördlinger Ries und hat auch echt Spaß gemacht. Auch die gestellten Aufgaben waren durchaus zu lösen. Auch der Abstecher zum Karlshof war für frühere Con-Teilnehmer eine positive Überraschung. Besonders Iris war überwältigt. Nach der Rückkehr standen noch drei Geschicklichkeitsübungen mit dem PKW auf dem Programm, die ich (zum Entsetzen meiner Beifahrer) natürlich versiebte. Aber immerhin schwebte der olympische Geist über uns. Denn dabei sein ist alles…
Außerdem waren wir als neunte ja noch nicht die letzten … grins. Am Abend war für einige dann Fußball angesagt. Ächz. Besonders Dirk zeigte besonderen Sportsgeist… aber das Fleisch war schwach.
Auf dem Videoprogramm stand MOONTRAP mit Walter Koenig. Nicht gesehen, daher kein Kommentar. Um Mitternacht wurde dann der Geburtstag von VADER und MOP gebührend gefeiert und ersterer staunte nicht schlecht, als er ca. 100 Luftballons in seinem Auto vorfand. Natürlich aufgeblasen ! Nena hatte übrigens nichts damit zu tun.
Mit Feiern und Diskussionen klang auch dieser Tag am frühen Morgen aus.
Donnerstag, 27.07.89
Vaders EWOK SAFARI war nach einer viel zu kurzen Nacht (gähn) das Ereignis des Tages. Ein Spiel rund um unsere pelzigen „Freunde“ hatte es ja noch nicht gegeben. Bestimmt keines wie dieses. Andreas Reinisch (Vader) ist ja nun mal ein Imperialer. Alles weiter kann man sich wohl denken. Seine sadistische Ader kam dann spätestens bei den Disziplinen „Werf den Ewok in den Sarlacc“ und bei Fragen „Wieviele Ewok-Darsteller gibt es in Jedi?“ zum Vorschein. Es hat aber Spaß gemacht und diverse hierbei entstandene Ewok-Verse und Cartoons werden wohl noch veröffentlicht werden.
Am Abend war dann ja eigentlich BLADE RUNNER angesagt. Aber daraus wurde dann nicht viel. Gerade als Pris. J.F.‘s Wohnung besichtigt, reißt jemand die Tür des Videoraums auf: Bernhard Petzold. Wir sollten doch alle mal schnell rauskommen. Ich staunte auch nicht schlecht, als ich in der Vorhalle über ein ganzes Blasorchester „stolperte“, das ca. 25 Mann stark war. Das war wohl von einigen Leuten bei den Proben im örtlichen Jugendtreff entdeckt und kurzerhand für eine kleine Aufführung engagiert worden.
Mit einem Filmmusik-Potpourri, als Höhepunkt natürlich STAR WARS, war dies einer der überraschendsten Höhepunkte des Cons.
Auf BLADE RUNNER hatte hinterher niemand mehr Lust. Von 24.00 Uhr bis 2.30 Uhr folgte dann eine „Hetzjagd“. Eine Gruppe wurde mit 15 Minuten Vorsprung losgeschickt, um dann von zwei anderen in der Finsternis gejagt zu werden. Über Sprechfunk hatte man Kontakt zueinander und die beiden Jägergruppen durften sich natürlich untereinander mit Tipps aushelfen.
Wir, die Gejagten, hatten wohl eine Strecke von 15 km zurückgelegt, als wir siegreich in Schopflohe eintrafen. Bei Iris Königs Bierbowle ging es dann durch bis in die Morgenstunden.
Freitag, 28.07.89
Der Freitag war dann letztendlich Fetentag. Den ganzen Tag über wurden Vorbereitungen getroffen, um dem ganzen einen angemessenen Rahmen zu geben. Beim kalten Buffet waren unsere Küchenfeen Susi Kaiser und Simone Werner natürlich die Vorreiter, aber dennoch sollte man auch z.B. Detlef Grohe nicht vergessen, der immer eine tatkräftige Hilfe war.
Neben den Vorbereitungen lief das Ende der Ewok-Safari und einige Leute vertrieben sich die Zeit im Schwimmbad. Gegen 19.00 Uhr bildete dann die Eröffnung des Buffets den Auftakt zur Fete. Diese wurde von guter Stimmung getragen und war ein Erfolg, wenn auch der Disc-Jockey nicht immer den richtigen Ton traf. Man kann aber nicht perfekt sein. Desweiteren wurden die Sieger der bisherigen Wettbewerbe gekürt (u.a. gab es bei der Orientierungsfahrt einen Wanderpokal und Medaillen zu gewinnen, die von Simone Werner gestiftet wurden Anmerkung des Setzers) und es gab auch noch neue Wettbewerbe. Der Überraschungshit war die MISSWAHL. Da keine wirklichen Damen anwesend waren (au !), musste man auf verkleidete Herren zurückgreifen, die sich für Lacher nicht zu schade waren. Leider wurden die Sieger nicht bekannt gegeben. Das scheint im Trubel etwas untergegangen zu sein.
Das gleiche Manko gab es dann auch beim anschließenden Kostümwettbewerb. Hier tat sich aber der Black Knight hervor, der wohl auch der Sieger gewesen sein dürfte. (Die Sieger wurden am letzten Abend am Kaminfeuer bekannt gegeben Anmerkung des Setzers).
Die Party ging bis zum Sonnenaufgang weiter und wäre fast in Dirks Trockeneisresten ersoffen. Aber schön war es!
Jetzt hätte ich fast vergessen, Petra’s und Anja’s STAR WARS Marsch zu erwähnen. Diese moderne Form der Schnitzeljagd stellte mich vor einige Probleme. Beim Finden der Fragen, die rund um Schopflohe verteilt waren, ging`s ja noch, aber beim Beantworten der Fragen… oh, oh, oh! Na ja, wie war das mit Olympia? Wie gesagt gehörte dieser Programmpunkt auch noch zum Freitag.
Samstag, 29.07.89
Hier war aufgrund der langen Nacht erst einmal die Luft raus. Aber dennoch konnte man viel Eigeninitiative registrieren. So gingen auch heute einige Leute ins Schwimmbad, es wurde Trivial Pursuit gespielt etc. Langweilig war es bestimmt niemandem.
An Abend beteiligte ich mich dann bei einer STAR TREK Diskussion, die im kleinen Kreis vorm Haus stattfand. Schön gemütlich bei einer Tasse Bier.
Zu vorgerückter Stunde wurde es dann noch einmal richtig gemütlich. Nach langem Warten wurde doch noch der Kamin im Kaminzimmer gezündet. Bei dieser Stimmung kam es schon einmal zu Melancholie-Anfällen in Anbetracht der bevorstehenden Trennung und Heimfahrt.
Um es schon vorweg zu nehmen: Ich fand es ganz toll in Schopflohe! Und dabei bin ich mit recht gemischten Gefühlen angereist, denn man hatte mich schon gewarnt vor den „militanten und aggressiven“ Star Wars’lern (hört, hört!). Mein erster Eindruck schien das auch zu bestätigen, denn bei meiner Ankunft wurde ich als erstes gefragt, ob ich denn nun ein Star Wars’ler oder Trekkie sei, und als ich mich zum Star Trek Fandom „bekannte“ hieß es gleich: „Bah, scheiß Trekkie!“ Wie ich aber schon bald feststellen sollte, war dieser erste schlechte Eindruck falsch: Die meisten Star Wars’ler die ich während der CON kennenlernte, waren ausgesprochen nette Leute.
Allerdings gab es ganz allgemein nicht zu übersehbare Spannungen zwischen den beiden Fan-Richtungen: Beide Gruppen bleiben unter sich, sowohl bei den Mahlzeiten als auch bei den Veranstaltungen, und es gab ziemlich wenig Kontakte zwischen Trekkies und Star Wars’lern. Wie es zu den Spannungen gekommen ist, kann ich nicht beurteilen, denn ich war leider erst ab Donnerstag dabei, aber ich nehme an, dass es – wie immer – an beiden Seiten lag. Vielleicht haben die Star Trek Fans und die Star Wars Fans auch etwas unterschiedliche Auffassungen von CONs: Bei Euch Star Wars’lern steht das gesellige Beisammensein im Vordergrund: Man kennt sich seit Jahren und nutzt diese Gelegenheit, sich mal wieder gründlich auszuklönen. Die auf der CON anwesenden Trekkies dagegen waren fast alle zum ersten Mal auf einer CON und dementsprechend schüchtern und unsicher. Und das führte wohl dazu, dass sie sich von Anfang an ziemlich absonderten: Unter Ihresgleichen fühlten sie sich vielleicht doch ein wenig wohler.
Dann wurde noch häufig bemängelt, dass die Trekkies ständig im Videoraum vor dem Fernseher hingen. Und da stimme ich Euch auch völlig zu, das muss auf einer CON nicht sein. Andererseits gibt es auf dem STAR TREK Sektor zur Zeit so viel Neues (STAR TREK THE NEXT GENERATION – STAR TREK V etc.), dass man wirklich schon unweigerlich „eckige Augen“ bekommt, wenn man nur einigermaßen auf dem Laufenden bleiben will. Und so waren die meisten auf der CON gezeigten Videos für die Trekkies auch noch ganz neu (Wenn auf der CON Star Wars 4, 5 und 6 als Erstaufführung gezeigt worden wären, dann wäre der Videoraum sicherlich zur Abwechslung auch mal voller Star Wars’ler gewesen, oder meint Ihr nicht?).
Na, im nächsten Jahr kennen wir alle uns ja schon ein bisschen, da sieht das alles bestimmt schon ganz anders aus (vorausgesetzt, dass es 1990 wieder eine gemeinsame CON gibt, worüber ich mich sehr freuen würde). (Gibt es, sogar zum Jahresende, Anmerkung des Setzers).
Die Con selbst fand ich ganz prima, auch wenn ich wie gesagt nur die zweite Hälfte miterlebt habe. Ganz toll fand ich das Jugendübernachtungshaus selbst. Auch die Schnitzeljagd hat mir sehr gut gefallen und natürlich die Party! Und da kann ich ja auch gleich all denjenigen meinen Dank aussprechen, die da hinter den Kulissen gerödelt haben, während wir es uns gut gehen ließen: Leute, Ihr habt das toll gemacht!
So, das war eigentlich schon alles, was ich sagen wollte. CON-Berichte gibt es ja bei Euch sicherlich genug, aber vielleicht ist es ja auch mal für Euch interessant zu hören, wie sich einer von den „Anderen“ auf der CON gefühlt hat.
Übrigens: Als so verschieden empfinde ich uns gar nicht. Schließlich haben wir doch sehr ähnliche Hobbies und warum sollten wir dann nicht miteinander auskommen können? Also in diesem Sinne bis zum nächsten Mal!
Gabi Körting

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