16. TreWa Con

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Die 16. TreWa Con in Miltenberg | Beginn: 27.12.1990 / Ende: 05.01.1991


Conbericht in Trekworld 16

SylvesterCon 1990 – TrekWars-Con:
Donnerstag, 27.12.1990
Der erste Tag war wie üblich der Anreisetag. Einige benutzten den Shuttledienst der Bundesbahn, andere trafen mit privaten Raumfähren ein. Beim Betreten der Starbase wurden wir vom Kommandanten zum Küchendienst verdonnert. Das Gepäck in die Quartiere zu transportieren wurde durch das Fehlen von Antigrav-Trafen erheblich erschwert. Nachdem das geschafft war, machten wir uns mit den Räumlichkeiten und den Mitbewohnern vertraut. Wir trafen auf viele neue und einige alte Gesichter; es wurden angeregte Unterhaltungen geführt und erste Schlachten am Tischtennis ausgefochten, bis der Küchendienst zu Spaghetti rief. Danach lud die Stationsleitung zur Opening Ceremony ein. Diese war kurz und endete mit dem Zeigen von TNG-Bloopers. Anschließend begannen die obligatorischen Spiele zum Kennenlernen, die durch das SPLATTER-SPECIAL Street Trash ein jähes Ende fanden.
Freitag, 28.12.1990
Dieser Tag stand im Zeichen des STAR TREK Quiz, auch Trekkertest genannt. Dieser bestand darin, die üblichen ST-Ausschnitte zu erkennen und die Folge zu nennen. Als Sieger gingen Beate Ragg und Birgit Sauder hervor, die sich wegen Punktgleichheit den ersten Platz teilten. Als besonderen Gag gab es diesmal auch für die letzten drei Plätze Urkunden, sozusagen als Trostpflaster. Auf dem Programm standen u.A. herausragende Filme wie STAR TREK 1 – Der Film, Krieg der Sterne oder Splatter wie Zombie-Gulasch I. Auch mit einer Diashow wurden wir beglückt und Robert Vogel öffnete seinen Laden (Materialverkauf und nicht, was Ihr denkt!). Natürlich gab es auch die supergeilen Roomparties.
Samstag, 29.12.1990
Trotz der Erfahrungen der letzten SommerCon standen wieder Dreharbeiten auf dem Plan. Diesmal für je einen STAR TREK und einen STAR WARS Sketch. Ansonsten gab es wie letztes Jahr Boba Bernhards Zinnfiguren bzw. Dioramen Workshop. Das Imperium schlug wieder zurück, Khan wütete im Zorn und William Shatner konnte sein Talent in einem Nicht-SF Film beweisen. Es gab einen Eintopf von ST-Amateurfilmen, Specials und Videoclips.
Sonntag, 30.12.1990
Special Bericht von Biggi Sauder. Der Fan-Marsch aus der Sicht eines Streckenpostens.
Nachdem wir uns morgens aus den Betten gequält und ausgiebig gefrühstückt hatten, wurden die Aufträge an uns, die Streckenposten, verteilt. Der erste unserer tapferen Recken war Michael. Er stand mit einer Videokamera am Miltenberger Marktplatz. Die verschiedenen Gruppen hatten die Aufgabe, sich Fragen über STAR TREK bzw. STAR WARS auszudenken und damit arglose Passanten zu überfallen. Michael hielt dieses auf Video fest. Das originellste Interview bekam die höchste Wertung. Den zweiten Streckenposten bildeten Tina und Ute. Die armen Mädels waren zwei Zuckerwesen, die einen reißenden Fluss überqueren mussten (in Wirklichkeit war der Fluss zwar nur ein kleines Bächlein, aber es war auch die Fantasie gefragt). Tina hatte den ebenso waghalsigen wie todesmutigen Sprung schon geschafft, doch die bedauernswerte Ute hatte einfach zu viel Angst. Hilfe war also von Nöten. Natürlich durfte das Zuckerwesen auf gar keinen Fall nass werden, da sie sich sonst in ein noch bedauernswerteres Schlückchen Zuckerwasser aufgelöst hätte. Streckenposten Nr. drei war Anjuli, welche, je nachdem ob die Marschgruppe aus Trekkern oder Warslern bestand, als UNHEIMLICH böser Klingone btw UNHEIMLICH böser Imperialer auftrat, der die Gruppen nur dann passieren ließ, wenn sie ihm einen Beweis dafür lieferten, dass sie ebenfalls UNHEIMLICH böse waren. Zu Deutsch: Sie mussten einen aus der Gruppe auf möglichst grauslige Weise foltern und/oder umbringen (natürlich nicht wirklich). War die Missetat zur vollen Befriedigung des Bösewichts ausgefallen, durfte man weiterziehen. Der vierte Streckenposten waren wir, Renate und ich. Erstere stellte die Gottheit „Gordus Fotus Apparatus Ignatius Eurocheque“ dar. Ich war sein Hohepriester und erklärte den Ungläubigen, welche immer wieder in kleinen Horden vorbeiziehen wollten, ihre Aufgabe: Wenn sie nicht der Zorn Gottes treffen sollte, so mussten sie aus den Dingen, welche ihnen die Natur zur Verfügung stellte (sprich: Äste, Laub, Reisig, etc.) einen Altar errichten, einen aus ihrer Mitte opfern und auch noch der Gottheit huldigen. Letzteres durch Tanz und/oder ein Gebet. Am herausragendsten erwiesen sich die Gruppe 2 (Fellowship of the Con) und die Gruppe 4 (Flashfighters). Sie stellten mit Altar, Opfer (welches mit Mandarine bzw. Apfel im Mund dem Gott preisgegeben wurde), Flötenspiel, Anbetung (Tanz und Gesang) und nicht zuletzt heißem Früchtetee (danke Schila) alles andere in den Schatten. Die nächste aus unserer Runde war Sabine. Sie war, ebenfalls davon abhängig, ob die jeweilige Gruppe aus Trekkern oder Warslern bestand, eine junge Klingonin bzw. Imperiale, die unsterblich in den klingonischen Kommandanten Kor bzw. in Kaiser Palpatine verliebt war. Nun galt es ein Liebesgedicht an den Herzensbrecher zu verfassen. Der Letzte (nicht das Letzte) war Carsten. Ihm musste man eine Karte der abgegangenen Strecke zeichnen und allem, was einem besonders aufgefallen war, einen Namen geben. Nachdem dieses nun endlich überstanden war und alle Gruppen und Streckenposten mehr oder minder wohlbehalten und steifgefroren im Con-Haus angelangt waren, ging es daran, den STAR WARS Sketch zu Ende zu drehen. Später wurden sehr schöne Astronomie- und Con-Dias gezeigt. Letztere lieferten so manchen Lacher. Zum Abendessen wurden den Raubtieren Leberkäse, Folienkartoffel und Quark in den Rachen gestopft. Der Tag endete mit Roomparties und allgemeiner Laberstunde.
Montag, 31.12.1990
Der letzte Tag im alten Jahr begann mit einem guten Frühstück. Danach beschäftigten sich die Teilnehmer der Con mit Spielen, gingen Einkaufen oder sahen sich auf Video „TNG-Special: The best of both worlds I + II“ und From one generation tot he next“ an. Es folgte das Schmücken der Silvester-Dekoration und das Zubereiten des kalten Buffets. Dann endlich zeigte man den fertigen Film TREKWARS von der Sommer-Con 90 in Schopflohe, der auf allgemeine Begeisterung gestoßen war. Unseren Hunger versuchten wir anschließend an dem kalten Buffet zu stillen, das ausgezeichnet war, wenn auch leider zu wenig. Der Höhepunkt des Abends bestand auf der Eröffnung der Party-Time. Zwischen Musik und Tanz gab es sogar eine Modenschau und eine Kostümprämierung, in der hervorragende Gewandungen präsentiert wurden. Um Mitternacht gingen dann fast alle Teilnehmer hinaus, um sich das Feuerwerk am Himmel anzusehen oder gar selbst welches zu veranstalten. Nach dem Feuerzauber ging es zurück zum Ringelpiez mit Anfassen, bis dann gegen Morgen die Versammlung sich auflöste und wir alle erschöpft in unseren Betten verschwanden.
Dienstag, 01.01.1991
Der erste Tag des neuen Jahres wurde nach dem Ausschlafen mit Aufräumen begonnen. Beides war nach der Party bitter nötig. Alle waren den ganzen Tag über reichlich bedröhnt, deshalb lief das Programm auf Sparflamme: Frühstück, Jedi-Ritter, Tango & Cash, Abendessen, STCE-Mitgliederversammlung, Blade Runner unrated, Die Hard, Nightmare I und irgendwo Roomparties. Leider fuhren an diesem Tag schon viel zu viele Leute heim (snief).
Mittwoch, 02.01.1991
An jenem Tag öffnete Michael den Shop-Service zum Reinschnuppern. Bücher, Tassen und Abzeichen zum Blättern und Anfassen – aber nicht zum Kaufen, sondern nur zum Bestellen. Danach gab es erst mal eine Runde TNG: Family! Für die Warsler gab es ein STAR WARS Quiz und Making of STAR WARS. Am STAR TREK Sketch wurde weitergedreht. Robert Pastyrik hatte wirklich umwerfend komische Kassetten aus USA mitgebracht: Americas Funniest Home Videos, aber alle warteten auf die STAR TREK Bloopers. Nach dem Essen gingen wir uns auf die Spaceballs. Danach INDY III (wieder mal), diesmal in „Digital HIFI Stereo Sensorsound Dolby“. Nightmare II war diesmal sehr ausgefallen. Der Abend ging sehr (sehr!) gemütlich zu Ende.
Donnerstag, 03.01.1991
Das Aufstehen fiel uns von Tag zu Tag schwerer und nur wenige erschienen pünktlich zum Frühstück. Danach standen drei Folgen TNG auf dem Programm: Legacy, Future Imperfect und Final Mission. Anschließend kamen die Warsler auf ihre Kosten: The making of Jedi und The making of a saga wurden gezeigt. Vor den Pfannkuchen wurden noch Deep Star Six und Die kleine Meerjungfrau serviert. Nach dem Essen quälten wir uns durch das Soundtrackquiz, um uns hinterher auf einer „Kneip-Kur“ von den ausgestandenen Schrecken zu erholen. Als Finale des Tages war ursprünglich der Film Galaxina vorgesehen, doch dieser fiel wegen guter Stimmung aus.
Freitag, 04.01.1991
An vorletzten Tag überraschte uns Bärbel mit ihrer Wiederkehr nach ihrer Abreise am Dienstag. Die Leute waren schon ziemlich fertig. Es gab erst mal TNG: Brothers, Suddenly Human und Remember Me. Danach hatten wir noch unsere Masochismus-Phase und zogen uns STAR TREK V rein. Jetzt sitzen wir hier zu fünft und werkeln am Con-Bericht. Für heute ist noch Fun-Show, Essen (Haschee) und Dödeln ab 19.00 Uhr angesagt.
Samstag, 05.01.1991
Dieser Tag steht ganz im Zeichen der Abreise. Das wird wieder traurig. Aber die nächste CON kommt bestimmt!
Con-Bericht von Ute Brandenburg, Birgit Sauder, Dirk Raeder und Robert Pastyrik

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