20. TreWa Con

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Die 24. TreWa Con in Miltenberg – English Visitors | Beginn: 27.12.1992 / Ende: 05.01.1993


Conbericht in Trekworld 24

Erste Con mit Engländern – JASON JOINER,

Seltene Diashows über Star Wars, Ausstellung von Star Wars Originalrequisiten,

Firma Happy Con präsentierte interaktives Congestalten, SPACE SOCCER (Sitzfußball), SF/Fantasy Diashow, Marsch, Der heiße Stuhl mit Moderator ROBERT EIBA: Auf dem heißen Stuhl Prof. Dr. Vader aus Wien mit seinen Thesen „Ist STAR TREK frauenfeindlich!“, Silvesterfete, Spieletag, Materialverkauf, TREWA SUPERQUIZ (ein richtiges Quiz wie im Fernsehen mit Druckschalter), SUPER CONFILM von WASHINGTON, Tanzvorführung Biggi Baler und Biggy Sauder

Con-Bericht zur SylvesterCon (TreWa 20): Miltenberg
Als alter Conhase mit 12 Conventions auf dem Buckel, davon 7 Trewa Cons, erlebt man die Cons schon ein bischen anders als etwa ein Confrischling. (Seufz, waren das noch Zeiten). Es ist immer etwas anders.
Hier ist mein neuester Con-Report:
Montag Mittag kamen Biggi Sauder und ich mit dem Zug in Miltenberg an. Nach kurzer Zeit kam auch schon der Abholservice in Form von Dirks und Vaders (Andreas) Fahrzeugen (man ist doch schon irgendwie überrascht, gewöhnliche Autos zu sehen, wenn man auf eine Con fährt, erwartet man doch mindestens eine Raumfähre!
Noch am Bahnhof trafen wir die ersten Trekkies, stellte sich doch heraus, dass u.a. Ingo Kemper mit uns im gleichen Zug gefahren war.
Nun, Ingo hatte ich nur noch vage von der letzten Sylvestercon in Erinnerung, aber irgendwie erkennt man Trekker immer. Wir haben halt einige für Insider unverkennbare Merkmale.
Das Con-Haus in Miltenberg war mir inzwischen schon sehr gut vertraut, immerhin war dies schon meine vierte Con hier. Miltenberg selbst kennen alle hard-core Sylvester Trekker in und auswendig. Kein Geschäft, kein Spielzeug- oder Westernladen, der nicht ausführlich erforscht worden ist. Außerdem habe ich immer das Gefühl, dass die Miltenberger schon an uns gewöhnt sind, an die 70 Irren, die jeden Sylvester die Straßen unsicher machen.
Miltenberg ist wirklich eine schöne Stadt und alle Spaziergänge sind immer ein Erlebnis.
Im Haus St.Totnan angelangt, kam erst einmal das übliche Begrüßungspektakel. Leider sieht man viele gute Freunde meist nur auf Cons. Auch Schade war, dass ein paar der guten Freunde (Raum Ho!) diesmal nicht kommen konnten, so dass gewisse ausscheiffige Roompartys diesmal nicht zu stande kamen. Dafür hatte man aber auch wieder Zeit, neue Bekanntschaften zu machen (Prost!) oder vernachlässigte aufzufrischen (oder weiter zu vernachlässigen, hüstel).
Zum ersten mal auf einer TreWaCon bekam man ein Con-Programm für die ganze Woche ausgehändigt, was ich ausgesprochen gut fand, konnte man sich die Woche ein wenig nach Prioritäten einteilen.
Bis zum Abend hatte man dann Gelegenheit zum Ausruhen und sich bewusst werden zu lassen: Es war wieder Con: Yeah!
Nach dem überaus genießbaren (was heißen soll, dass es gut war) Abendessen, kam es zur Eröffnung. Jeder bekam einen wunderschönen Con-Mug, eine Sitte, die sich seit der letzten Silvester-Con vor einem Jahr eingebürgert hatte, gefüllt mit einem heißen, hochprozentigen etwas. Zum angekündigten Kissenspiel kam es nicht, allerdings zu einer köstlichen Vorstellung von Vader und Robert Eiba.
Nach einigen Videos machte Dirk die Ankündigung, das Programm ab jetzt in die Hände von Profi-Conmachern zu legen: Dem HAPPY-CON-TEAM! Das kam dann auch und übernahm für ca. 20 Minuten.
Die Congäste wurden genötigt am Ende die acapella Begleitung für ein von Vader getextetes Liedchen zu übernehmen. Der „Saal“ wurde schnell geteilt, die eine Hälfte macht „Hm“, die andere „ta ta“.
Jeder kann sich vorstellen, welch überragenden Klang das Ganze hatte. Ich konnte mich vor Lachen kaum zusammenreißen.
Danach (oder vorher, spielt das eine Rolle ?) kam ein Video von „Jamie“ Daniela Geiger „Star Wars Commercials“. War echt gut. Auch hier lag das Publikum vor Lachen brüllend am Boden. So hatte die Con auch schon gut angefangen.
Am folgenden Tag, dem Dienstag, kam es zum berühtem „Space Soccer“ Turnier. Dies war im Grund nichts anderes als Sitzfußball drei gegen drei, scheinbar ohne Foulregeln. Auf dem sehr kleinen Spieleld wurde das Spiel zu einem Gemetzel, verwunderlich genug ohne Verletzte. Die Mannschaft, in der ich spielte, war leider nicht die erfolgreichste, aber dabeisein war natürlich alles. Am Nachmittag war Star Wars angesagt. Wir hatten einen Gast aus England, Jason, wahrscheinlich einer der größten Star Wars Sammler der Welt. Jason zeigte seltene Dias und plauderte aus dem Nähkästchen.
Später machte Klaus Treppe sein auch schon fast traditionelles Mensch-Ärgere-Dich-nicht-Turnier. MÄDN auf Zeit spielen muss man auch mal erlebt haben.
Am Abend gab es dann eine SF & Fantasy Diashow. Es war schön, aber irgendwann so nach dem 50. Muskelprotz und der 70. Leichtgeschürzten vollbusigen Schönheit kam das Gefühl von deja vu.
Mittwoch. Wer schon einmal eine Trewa Con erlebt hat, weiß, dass er oder sie oder es festes Schuhwerk und wärmende Kleidung mitzubringen hat: Der Trewa Marsch!
Diesmal wurde der Con Marsch von Birgit Schwenger veranstaltet. Die erste Erkenntnis war, dass Wanderschuhe diesmal überflüssig waren, denn der Marsch fand diesmal ausschließlich auf der Hauptstraße in Miltenberg statt. Nach zwei Tagen fast ausschließlich im Haus, tat es richtig gut, sich einmal ausführlich die Beine zu vertreten. Birgit hatte sich mit dem Marsch viel Mühe gegeben, daher hier ein großes Lob an sie und ihre Helfer! ULATEK!
Für die ganz harten Warsler gab es am Nachmittag zum Ausruhen A NEW HOPE.
Am Abend kam dann einer der absoluten Höhepunkte der Convention an die Reihe: DER HEISSE STUHL! Robert Eibas Version der gleichnamigen RTL Show. Special Guest Andreas R. nahm auf dem Folterstuhl Platz und vertrat „seine“ Meinung, dass die STAR WARS Filme allgemein missverstanden werden und eigentlich das Imperium die Guten und die Rebellen die Bösen wären. Außerdem sei James T. Kirk ein galaktisches Chauvi-Schwein. Das Ganze war natürlich absolut nicht ernst gemeint und ein Riesenspaß, denn Andreas brachte köstliche und manchmal sogar, auf eine abwegige Weise, treffende Argumente vor. Irgendwann erhitzten sich die Gemüter so, dass ich das Gefühl hatte, für einige Leute im Publikum wurde aus dem Spaß Ernst. Die vier Gegenargumentierer waren der Sprachgewandheit von Herrn R. nicht gewachsen und Robert leitete die Show wie die perfekte Kopie einen Privat TV – Moderators, indem er sehr gut zeigte, dass es in solchen Sendungen am wenigsten darum geht, irgendwen ausreden zu lassen.
Dann war wieder Abend und es war Zeit zum Dödeln. Im Laufe der Nacht kam es dann zu einer spontanen Küchenparty.
Donnerstag – Silvester !
Nach dem Frühstück tat ich mir erst einmal die brandheißen TNG Episoden aus der 6. Season an, obwohl ich mir eigentlich vorgenommen hatte, Cons nicht mehr zum Video Schauen zu missbrauchen. Aber es waren alles so super Folgen, dass ich auch an den nächsten Tagen die TNG Episoden nicht ausgelassen habe.
Während das Imperium zurückschlug, begannen die Vorbereitungen für die Silvesterparty. Martin Stahl kam und hatte das meiste für das Buffet bereits vorbereitet. Ich machte mich an meinen üblichen Nudelsalat und war nach der Arbeit von mir selbst positiv überrascht, denn diesmal konnte man dem Nudelsalat sogar ins Gesicht sehen und allen hat er wohl auch geschmeckt. Eigenlob stinkt, ich weiß, aber solch positives Erlebnis nach meinem Nudelsalat vom letzten Jahr muss einfach erwähnt werden.
So gegen Abend versammelten sich die ganzen Fans in ihrer Festbekleidung in Form ihrer Kostüme. Starfleet Uniformen überwiegten mal wieder. Ich hatte heue kein Kostüm dabei und kleidete mich in festlicher Alltagskleidung.
Endlich war es so weit. Mit ein wenig Verspätung wurde das Buffet eröffnet. Hungrig stürzten sich die Conler auf das liebevoll gestaltete Festessen. Es gab eine große Auswahl an Salaten, Käse, Fleischbällchen, meinem Nudelsalat, Tie-Fighter-Happen und viele weitere leckere Sachen.
Nachdem die Bäuche so gestopft waren, begann der Programmteil des Abends.
Das absolute Kulturereignis war der Tanzauftritt von Biggi Balor, Beate Ragg, Scouty und (TÄTÄRÄTÄ!) Dirk Bartholomä! Biggi hatte seit Sonntag mit ihren Schülern fleißig geübt und es war etwas Wahnsinniges dabei herausgekommen.
Natürlich mussten die Tänzer Zugaben geben. Erinnerungen an den Auftritt des Moskauer Staatsballetts auf der Sommercon wurden wach. Ja, dafür fährt man auf Conventions, dafür zahlt man gerne.
Die Zeit bis zum Jahreswechsel wurde mit ein wenig Disco überbrückt. Dann war es soweit: Das neue Jahr hatte begonnen, während sich dieses Jahr die meisten Menschen vernünftigerweise mit der Knallerei zurückhielten, leistete das Haus St. Totnan in Miltenberg hartnäckigen Widerstand und verpulverte was das Zeug hielt seine Feuerwerkskörper. So heftig war das Ganze, dass den meisten Leuten das UFO, das über uns hinweg flog gar nicht auffiel.
Nein, ich glaube nicht an fliegende Untertassen und dergleichen, trotzdem wüsste ich gern, was das war.
Dann ging das Programm weiter, Manfred „Washington“ hatte mit einigen Leuten ein Karaoke Programm zusammengestellt, das diese dann zum Besten gaben. Ja, ich weiß, dass die Leute nicht singen können, ist ja gerade der Gag und alle haben sich Mühe gegeben…..
Biggi Sauder gab noch eine Kostprobe ihrer Fähigkeiten im irischen Volkstanz zum Besten und es war nur noch Feiern angesagt:
Bis 6 Uhr früh, dann stoppte Mondo Steinbauer schließlich die Musik und die letzten drei gingen endlich zu Bett.
In weiser Voraussicht hatte man für den Freitag zur Erholung einen Gamersday eingeplant. Man konnte sich an verschiedenen Spielen beteiligen, wie Hero Quest, Space Quest (sehr verschieden, ja, ja), Space Hulk etc, oder sogar Karten spielen – Genau das richtige nach so einer harten Party.
Am Abend lief dann der zweite Teil über diesen SM Anhänger im schwarzen Fledermauskostüm. Seine Partnerin war eine Frau in einem hautengen Katzenkostüm aus schwarzem Leder. Beide haben sich dann gegenseitig wehgetan. Pervers, pervers.
Am Samstag ging es darum, seine Brieftasche festzuhalten, denn der Basar öffnete seine Pforten. Danach konnte man im ganzen Haus ohne Pause Star Trek Geräusche hören, denn Michael Eberhardt hatte einen Schlüsselanhänger mit ST Toneffekten im Angebot.
Im Anschluss daran gab es die Langfassung von Star Trek VI zu sehen. Leider gab es diesmal nicht wie auf der Sommercon eine Großbildwand für die Videos, aber ein guter Film bleibt auch auf dem kleinen 70 cm Bildschirm gut.
Am Abend war es dann so weit. Klaus Treppes TREWA SUPERQUIZ!!!
Weil nur vier Mannschaften mitmachen konnten, sich aber 8 gemeldet hatten, musste vorab eine Ausscheidungsrunde gespielt werden. Ich war in einer Mannschaft mit Birgit, Ceeny und Natalie. Ich wollte einfach nur in die Hauptrunde kommen, darauf kam es mir an. Mit ein wenig Glück bewältigten wir das auch.
Klaus hatte sich sehr viel Mühe gemacht und eine Tastenanlage wie im Fernsehen gebastelt. Jede Mannschaft hatte einen Knopf vor sich, auf den sie drücken mussten, wenn sie die Antwort wussten, richtig wie im Fernsehen. Es kam also nicht nur auf das Wissen an, sondern auch auf die Schnelligkeit. Das Spiel hatte mehrere Runden. Star Trek Trivia, Star Wars Trivia, Ausschnitte angucken und sich an Details erinnern du das Galgenmännchen Spiel und schließlich einen Luftballon in kürzester Zeit zum Platzen bringen. Hier war unsere Birgit die schnellste und verschaffte und den besten Multiplikator wie zuvor Natalie beim Tick Tack (?) Spiel.
Wir konnten es am Ende nicht glauben! Wir gewannen das Quiz!
Voller Freunde und nicht ohne Stolz nahmen wir den ersten Preis entgegen: Eine Star Trek Tasse für jeden!
Es wurde Sonntag und die Con näherte sich langsam aber unabwendbar ihrem Ende zu. Man konnte bei vielen Leuten sehen, wie der Con-Blues um sich griff.
Am Clubabend gab es einige nette Videos zu sehen, wie z.B. Monika Schömanns und Dirk’s Star Trek Adventures in L.A. und in Florida. Dann zeigte Jason, der britische gast einige seltene Werbevideos.
Auf den Film RE-ANIMATOR I war ich nicht gespannt. Bis in die früh wurde gedödelt.
Montag: Der endgültig letzte Tag. Jetzt begann auch bei mir der Con-Blues. Sollte wirklich alles schon vorbei sein? Ja, aber noch nicht ganz. Vader hatte ein Con-Brettspiel vorbereitet, bei dem leider nur vier Leute mitmachen konnten. Das Zusehen hat aber auch schon genug Spaß gemacht. Ziel des Spiels war es, im Laufe einiger Cons sich entweder zum ULATEK oder zum UND TSCHÜSS Conler zu entwickeln. Hoffentlich wird es kommerziell verbreitet.
Am Nachmittag war eine UFO Diskussion angesagt, die sich leider als SAT 1 Konserve erwies. Mir wäre etwas zum Mitdiskutieren lieber gewesen, so tat ich mir dies nicht an.
Am Abend dann, dem, schluchz, Letzten ging es dann in den RIESEN zum Essen. An der Tür stand, dies wäre die älteste Gaststätte in Deutschland. Jemand wollte mir den Bären aufbinden, es gäbe da Bären zum Essen, oder etwa doch?
Das Essen war vorzüglich und reichlich. Leider trieb es einige schon recht früh zurück ins Conhaus. Nachdem fast alle wieder gegangen waren, brachte ich noch ein bei einer ahnungslosen Trekker ein paar schlimme Gerüchte über mich selbst in Umlauf. Dann wurden auch wir Letzten aus der schließenden Gaststätte geworfen.
Dann gab es noch etwas Hektik, weil Birgit Sauder von einer Grippe gepackt wurde, so dass sie unmöglich mit dem Zug heimfahren konnte. Zum Glück erklärte sich Carsten bereit, extra einen Umweg zu fahren, um sie nach Frankfurt zu bringen.
Am Dienstag war also Abreisetag und der Tag des Abschieds.
Jetzt sitze ich hier zu Hause an meinem PC und schreibe einen Con-Bericht und schon packt mich wieder der Con-Blues. Bis zum Sommer dauert es leider noch eine ganze Weile.
Im Ganzen war es eine schöne Con und ich werde auch im Sommer wieder dabei sein.
Bis dann!
Con-Bericht von Robert Pastyrik

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