21. TreWa Con

trewa-con-21

Die 23. TreWa Con in Veitsweiler – Veitsweiler Gladiators | Beginn: 2.08.1993 / Ende: 11.08.1993


Conbericht:

Diashow Seatrek Cruise, Zeltstadt wegen zu vieler Teilnehmer,

NIGHT HUNT III, FANTASTIC VEITSWEILER GLADIATORS (Gladiatorenspiele auf der Con) mit eigenen T-Shirts (Wasserkanonen Spritzen, Wassergranaten, Stangen Schieben auf Baumstamm, Football, Bälle in Körbe werfen),

Videofilm: „THE CONMINATOR“, SUPER TREWA QUIZ von Klaus Treppe (Reaktionsanzeige, Video- Soundtrack Ratereien, Konzentrations- und Erkennungsspiele, diverse Wissensfragen, Luftballon platzen auf Zeit),

Verkauf von Material von Jason Joiner, Discoabend mit zwei Tanzgruppen, TreWa Marsch

Con-Bericht SommerCon 1993 (TreWa 21) – Veitsweiler
TreWa-Con / Episode XXI:
The beginning is a very delicate time;
Now then, that it is the year
Onethousandninehundredandninetythree,
The known fandom is ruled by the Great
Dirk Bartholomä, our Club-Leader
In this time, the most precious meeting in the universe
Is the TreWa-Convention:
The CON extends life.
The CON expends consciousness.
The CON is vital to space-travel.
The fanclubs and their members;
Who the CONs have mutated over fifteen years;
Use the Summer- and Winter CONs,
Who’d give them the ability to fold space,
That is travel to any part of the universe without moving.
O Yes, I forgot to tell you:
The CONs exists on only one planet in the entire universe.
A desolate; dry planet with vast deserts.
Hidden away between the rocks of these desert
Are people known as the warsler and the trekkies
Who held a prophecy that a man would come;
A messiah, who would lead them to true freedom.
In Winter, they meet at Miltenberg.
In Summer, at a place known as
V E I T S W E I L E R

Endlich war es wieder soweit! Am Montag, den 2. August 1993 öffneten sich die Pforten des Con-Hauses in Veitsweiler, um die ausgehungerten Conler, die seit dem 5. Januar auf Entzug leben mussten, aufzunehmen. Einige besonders Glückliche hatten jedoch ihren lebensnotwendigen „Schuss“ in Form der Ostercon bekommen und waren nicht ganz so schlimm dran wie die Anderen. Man konnte also auf den ersten Blick erkennen, wer zu welcher Gruppe gehörte…
Die SommerCon 1993 startete mit der traditionellen Opening Ceremony um 20.00 Uhr. Angetan mit ihren phantasievollen Kostümen strömten die Massen im Videoraum zusammen, wo sie auch gleich den Begrüßungstrunk in ihrem Con-Souvenir-Mug (Sammeltasse Nr. 4) kredenzt bekamen. So ein Gefäß ist recht praktisch, denn woraus sollte man bei einer Roomparty den ganzen Alk trinken?!! Vader und Dirk zeigten tolle Fantasy und SF-Dias, die mit Jean-Michael Jarre untermalt besonders gut rüberkamen. Im Anschluß daran lieferte Dirk einen Exclusivbericht von der diesjährigen Sea Trek Cruise. Fazit: als wahrer Trekkie muss man die unbedingt einmal mitmachen, sofern man das nötige Kleingeld parat hat! Was danach kam, gilt für alle folgenden Tage (resp. Nächte): excessive Roomparties, bei denen speziell Zimmer Sex – äh – sechs (2. Stock) sämtliche Vögel abschoss… (hallo Ihr acht Irren!).
Nachdem man die Nacht auf Dienstag erfolgreich mit mehr oder weniger ausgiebigem Schlafgenuss hinter sich gebracht hat (einige Leute gar im Zelt, weil nicht alle im Haus Platz hatten), ging man daran, den zweiten Tag totzuschlagen. Des Nachts stand „Ulli’s und Bärbel’s -Geländespiel“ auf dem Programm! Nach dem Motto: „Sprengt den Todesstern, zieht den Borg die Stöpsel raus und tretet den Aliens auf die Schwänze!“ galt es, sich von sechs verschiedenen Punkten im Umkreis von 2-3 Kilometern nach Hause durchzuschlagen. Die Spieler (allesamt nicht wiederzuerkennen in ihren Tarnanzügen und mit geschwärzten Gesichtern) wurden von Shuttles am jeweiligen Ausgangspunkt abgeworfen…. Erschwerend kam hinzu, dass hundsgemeine Wächter den „ahnungslosen“ Leuten auflauerten. Für den größten Lacher sorgte übrigens Tina „Kiddy“, die sich als Einzige nicht mehr an den fiesen Bach vor dem Haus erinnerte und prompt ein wenig nass – und gleich im Anschluss daran gefangen – wurde. Höhöhö!!
Aber nicht nur die Angreifer, nein auch die Wächter lieferten manch Husarenstück. Ich zum Beispiel habe allein dreimal andere Wächter gefangengenommen, tja…. (sorry, Mike (2x) und Anke!). Hoffentlich hat’s allen soviel Spaß gemacht wie mir!! Und im Con-Haus dann: Bettruhe. Was dachtet Ihr denn?
Der Mittwoch könnte als „Ruhetag“ der Con bezeichnet werden, wären da nicht die „Phantastic Veitsweiler Gladiators“ (Claudi, Rainer, Klaus und Michael) aufgetaucht, die solange rumstänkerten, bis (fast) alle sich bereiterklärten, gegen sie anzutreten. Da galt es, sich mit Wasserkanonen (Pump-Guns) dermaßen die Hucke vollzuspritzen, bis man vom Schiedsrichter für „tot“ erklärt wurde. Wasser-Granaten inklusive. Da wurde man menschenverachtend gefoltert (Beine zusammengenagelt – naja, gebunden stimmt eher – und durch einen Mörderparcours gepeitscht), mit Wasserbomben beworfen, das alles auf Zeit und mit einem Becher in der Hand, dessen Inhalt nicht verschüttet werden durfte. Man musste „Robin-Hood-like“ den Gegner mit gepolsterten Stangen von einem Baumstamm schubsen, „American-Gladiator-mäßig“ Bälle in drei Körbe werfen (erschwerender weise zwei gegen zwei) und zu guter Letzt Football spielen, was allerdings eher in Rugby ausartete. Ein Wunder, dass all das ohne Knochenbrüche, Schädeltrauma, ausgerenkte Glieder oder Ähnliches abgelaufen ist (abgesehen von dem etwas unglücklichen Michael Eberhardt, der gewaltig eine auf die Rübe bekam…) ! Na ja, man wurde durch tolle Preise (Videokassetten, Audiokassetten und Sekt) mit den ausgestandenen Strapazen wieder versöhnt. Toll wars!! Wiederholung!! Nachts: Let’s party on!

Am Donnerstag, den 05.08.93 kehrte nun wirklich etwas Ruhe ein. Der Tag verging wie im Flug mit Video-Gucken (und hier einmal eine Spezial-Danksagung an unseren Michael Schwidefsky, ohne den der Videorecorder nichts zu futtern hätte!!!), Videofilm drehen („The Conminator“), ein Film mit irren Stunts und Special effects! Unbedingt empfehlenswert, FSK ab 21, oder baden gehen. Und was war gleich wieder in der Nacht los? Hm, ich komm‘ einfach nicht drauf…. Lagerfeuer gab’s auch.

Für den Freitag haben sich vier Leute (Scouty, S’eline, Bärbel und ich) was Besonderes vorgenommen: STAR TREK Galas-Uniform professionell fotografieren lassen! Himmel, hat das Spaß gemacht. Allein schon die erstaunt-belämmerten Gesichter der Leute, denen wir begegneten… Außerdem können sich die Bilder sehr wohl sehen lassen! Am Abend fand das aufwendigste Quiz aller Sternzeiten statt: Das SUPER TREWA QUIZ von Klaus Treppe. Mit professioneller Reaktions-Anzeige, Video- und Soundtrack-Ratereien, Konzentrations- und Erkennungsspielen und diversen Wissensfragen (ST, SW und Allgemein) eine wirklich tolle Angelegenheit. Schade ist nur, dass die Schlussdisziplin (Luftballon zum Platzen bringen) viel zu sehr überbewertet wurde! Man konnte mit dem Gewinn dieser einen Disziplin vom vierten auf den zweiten Platz rutschen, was alle Mitspieler als negativ empfanden. Irgendwo stimmt da das Verhältnis zwischen Wissen (Quiz) und Glück/Geschicklichkeit nicht so ganz. Ansonsten mach bitte weiter mit diesem Höhepunkt einer TREWA-Con, Klaus !!! Es gab wieder Sekt, Video- und Audio-Kassetten zu gewinnen. Nach dem SUPER TREWA QUIZ kam „something completely different“. Na? Was wohl?!? Tjaaaa….

Am Samstag Vormittag fand der „Flohmarkt“ statt, bei dem es die tollsten Schmankerl zu ergattern gab. Jason Joiner hatte waschkörbeweise STAR WARS Artikel dabei! Am Nachmittag wurde gegrillt. Bei Kaiserwetter und Freibier war die Laune aller Anwesenden bestens. So gut, dass anschließend gleich im Zimmer weitergefeiert wurde….

Und schon war der Sonntag da, der Tag, an dem traditionellerweise der Disco-Abend steigt. Zwei Tanzgruppen hatten die letzten Tage stundenlang geprobt, während alle Anderen entweder auf der faulen Haut rumlagen, Gameboy spielten, baden gingen oder „durch“drehten. Nachmittags war Generalprobe. Und nach dem Abendessen begann langsam das Lampenfieber… Dann war es soweit: Der Disco-Abend wurde mit der – wieder mal traditionellen – Versteigerung von diversen Schnäppchen eröffnet und für die Tänzer wurde es ernst. Umziehen, schminken, warmmachen! Biggy Baler schaute uns genau auf die Finger, resp. Füße! Wir bezogen Stellung. Ansage. Stille und Dunkelheit im Con-Haus. Die Videokameras und Fotoapparate waren schussbereit.

„THE BEGINNING IS A VERY DELICATE TIME…“ Licht an!! Die durch- und durchgehende Musik von „DUNE – der Wüstenplanet“ wummerte. Dazu Prima-Ballerina Biggy’s Solotanz – selbst choreographiert und einstudiert. „Battlestar Galactica“ schließt sich nahtlos an. Auftritt von Tina Nowara und Bärbel Schmid. Drei Mädchen – eine fließende Bewegung! Ernst, wie die Musik. Und Schnitt! Übergangslos geht das Medley mit „Lady Hawk“ weiter. Beate Ragg kommt hinzu. Die Musik animiert einen richtig, mit den Fingern mitzuschnippen! Ein fröhlich-tiefer Soundtrack, ein ausgelassen perfekter Tanz dazu. Wumm! Plötzlich stehen Biggy und Beate allein auf der Tanzfläche. „Terminator 2 – Jugdement Day“ dröhnt. Roboterhafte, abgehackte Bewegungen von Beate, dazu die tänzerisch dargestellte Ankunft des Terminators in der Zeitblase durch Biggy. Mir läuft dabei jedes Mal eine Gänsehaut den Rücken runter. Und da ist sie, die „Star Trek“ Fanfare! Scouty und ich sind dran. Vulcan-Gruß, Drehungen und Hüpfer – fröhlich wie der Soundtrack. Und plötzlich ab in die Versenkung. „Star Wars“ erklingt. Dirk Bartholomä (Hans Solo), Klaus Treppe (Imperialer) und Ariane Matthes (Leia Organa) haben ihre große Stunde. Dann hämmern die Takte. Alle hoch! Und in die Hocke. Wasler: hoch! Trekkies: hoch! Die Mädchen: hoch! Durcheinander! Aufstellung zur Schlussfigur. Uuuuuund: lächeln! Geschafft. Der Applaus tut gut! Die Zugabe läuft dann absolut perfekt – fehlerlos und gelöst.

Während die Zuschauer nun wieder die Tanzfläche erobert haben, ist für sechs Leute der Stress noch lange nicht vorbei. Jetzt kommt das Männerballett an die Reihe. Michael Eberhardt, Robert Peter, Klaus Treppe, Dirk Raeder, Rainer Steinbauer und ich. Umziehen. Knallig-tuntig schminken und Aufstellung beziehen. Ansage. Wir sechs Grazien schwänzeln auf die „Bühne“. „All i do dream of you the whole night through…“ trällern wir playback aus voller Kehle. Die Zuschauer biegen sich vor Lachen und wir müssen zwar lächeln, dürfen aber nicht mitlachen, obwohl einem jeden von uns danach zumute ist, sich zu Boden zu schmeißen und mit den Füßen zu strampeln, so lächerlich sehen wir aus in unseren schwarzen Strumpfhosen mit den weißen Söckchen, den Sommerkleidchen und der meterdicken Schminke in der Visage. „Mein Gott, ich glaube, ich werde schwul“, meinte ein nicht genannt werden wollender Conler bei unserem Anblick…

Nach der Zugabe, dem Abschminken und Umziehen konnten wir „Aktiven“ dann auch noch Vergnügen ohne Stress finden. Es wurde eine lange, verschwitzte und fröhliche Nacht! (Pfui, doch nicht was IHR jetzt wieder dankt!)

Wer jetzt glaubt, am Montag sei nichts losgewesen, der irrt gewaltig. Da stand nämlich Robert Pastyriks „TREWA-Marsch“ auf dem Programm! Rund um den Hesselberg ging`s, sechs Stationen mussten gemeistert werden. (Fragen, auf die man weder mit JA noch mit NEIN antworten durfte, blind mit der Wasserpistole schießen, auf Zeit puzzeln, eine Szene aus Star Trek oder Star Wars als pantomimisches Standbild darstellen und erraten lassen, das „Pflümli des Todes“ suchen und zu guter Letzt die bescheuerte Theorie für die Entstehung des Nördlinger Ries erfinden)
Es gab wieder Sekt und Knabbereien zu gewinnen.

Die Sieger wurden von Robert am nächsten Abend im Gasthaus „Zum Koppen“, dem berühmten „heißen Stein“ in Dinkelsbühl bekanntgegeben.
Es ist immer wieder sehr amüsant, in Uniform mit einer großen Gruppe auszugehen! Tja, und dann brach die letzte Nacht an. Einige schoben schon jetzt heftig „Con-Blues“ beim Gedanken an die Abreise. Mir ging’s nicht anders. Der letzte halbe Tag war aber auch so eklig-traurig. Haus aufräumen, putzen, Koffer packen, verabschieden. Es floss so manche Träne.

Deshalb meine Wünsche für die Zukunft:
– Möge die Zeit bis zur nächsten Convention nicht zu langsam vergehen
– Mögen wir uns alle gesund und munter in Miltenberg wiedersehen!

Live long and prosper und möge die Macht unser Begleiter sein!

Con-Bericht von Ulli Pallor

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