29. TreWa Con

trewa-con-29

Die 30. TreWa Con in Miltenberg – Erstes Starlight Casino | Beginn: 19.08.1997 / Ende: 27.08.1997


Conbericht in Trekworld 51

CONBERICHT TREWA-CON 29
19. – 27.08.1997
Veitsweiler/Germany

Z E U G N I S

Die Herren Dirk Bartholomä, Augsburg, Matthias Neumann, München sowie Andreas Reinisch, Wien, haben die o.a. Veranstaltung des STCE vorbildlich geleitet und organisiert.

Zu ihren Aufgaben gehörte die Beschaffung von Naturalien für den täglichen Verzehr, Transferfahrten vom und zum Nördlinger Bahnhof, Erstellung des täglichen Programms, Auseinandersetzungen im Namen und auf Rechnung der TeilnehmerInnen mit der Hausmeisterei sowie Seelentröstung in fast allen Lebenslagen.

Die nahezu reibungslose Inszenierung des „neuntägigen Spectaculums“ kann somit mit Fug und Recht als bestandene Bewährungsprobe für dieses Team bezeichnet werden.

Das Verhalten der Conleitung gegenüber den TeilnehmerInnen und umgekehrt war stets respektvoll, fair, freundlich und gab nur sehr vereinzelt zu kleineren Beanstandungen Anlaß.

Der Sommercon war geprägt von vorbildlicher Harmonie zwischen den zumeist hochanständigen TeilnehmerInnen sowie von der Rückbesinnung auf die alten Werte.

Am 27. August 1997 endete die Conleiterschaft der drei Herren auf deren eigenen Wunsch; ihnen gebührt hierfür Dank und Anerkennung. Wir wünschen ihnen alles Gute auf ihrem weiteren Lebensweg.

Für die TeilnehmerInnen des 29. TREWA-CONS: Ulli Pallor

So, liebe(r) Leser(in), dies war jetzt der OFFZIELLE CONBERICHT, den Ihr gerne auch Euren Eltern lesen lassen dürft, wenn Ihr einmal selbst (oder wieder) auf einen TREWA-CON fahren wollt.

ABER ZEIGT IHNEN UM HIMMELS WILLEN NICHT DIE FOLGENDEN SEITEN!!!!!

ACHTUNG! NUR FÜR DIE AUGEN VON WAHREN FANS BESTIMMT! NICHT FÜR DEREN ELTERN O.Ä.! Außer, sie heißen zufällig Kistler…..

UNSERE CON-HYMNE
(nach der Melodie von „Deck our House with Balls of Glory“)
© Eveliné und Verena Schleyer, Antje Kuhfeld und Ulli Pallor

Auf dem Con hier in Veitsweiler
Werden alle Leute doof und dumm,
Denn wir saufen bis zum Umfall’n
Jede Menge Bier und Helium.
Und wir sitzen rund um’s Feuer,
Haben viel Spaß mit den Witzen all’
Sind den Dörflern nicht geheuer,
Denn wir Conler haben einen Knall!

Auf dem Con hier in Veitsweiler
Rennen wir getarnt durch Wald und Feld
Und die Hunde von den Bauern
Haben uns aus Panik schon verbellt.
Selbst die Kühe auf der Weide
Sehen uns an und sind starr vor Schreck!
Ja, bei unser’m schrägen Ausseh’n
Blieb so manchem schon die Spucke weg…

Auf dem Con hier in Veitsweiler
Gehen wir zum Tauchen Nachts um drei.
Überhaupt war sehr viel Wasser
Bei den ganzen Night-Hunts auch dabei…
Special-effects, Riesenaufwand
Und auch ein Con-Marsch, der spitze war:
Dieser Con war einfach „KRASS, MANN“!
Ja, wir kommen wieder nächstes Jahr!

(Anmerkung: DER Con sagen alle Warsler, DIE Con alle Trekkies – die Fiver werden sich wohl auf DAS Con einigen müssen…)

18.08.1997, 7:30 morgens: Das Warten hatte endlich ein Ende!
Raff, unser „Waffenlieferant“ aus dem benachbarten Ausland, welches mit „Ö“ beginnt, und ich reisten schon am Montag an, voller Vorfreude und Spannung, was und wer uns wohl diesen Sommer wieder erwarten würde. Wir waren noch jung und dumm und konnten nicht ahnen, was da auf uns zukommen würde. Nein, wirklich nicht…

Im Wintergarten, dem zentralen Treffpunkt des Hauses, fanden wir bereits etliche bekannte und auch ein paar unbekannte „Vor-Conler“ vor. Letztere blieben dies jedoch nicht lange: Ankunft auf einem Con ist wie die Heimkehr zu den Lieben nach einer Ewigkeit!
Um den ersten Abend in kleiner Runde gebührend zu feiern, fuhren wir abends nach Öttingen „Zur Post“ zum Essen. Der Abend wurde danach noch recht lang…

Am Dienstag, dem 1. offiziellen Contag, trudelten so nach und nach die ganzen restlichen Leutchen ein. Das Haus füllte sich. Da und dort gab es Tränen, weil Mann/Frau nicht mit seinem(r) Freund(in) im gleichen Raum untergebracht war, was sich aber dank Matzes Orga-Talent rasch in Wohlgefallen auflöste. Die Fenster wurden rasch fliegensicher „vernetzt“. Der Zeltplatz nahm auch Formen an – ebenso das Volleyballnetz. ES KONNTE LOSGEHEN!
Bei der abendlichen Opening Ceremony erklärte Vader in altbekannter Manier die Verhaltensregeln auf einem Con: „Wer dies und das nicht (oder doch) tut, ist…“ und alle antworteten brav, wie aus einem Munde: „…tot!“ Kann es sein, daß Conler lernfähig sind?! Verdammt, ja! Dirk zeigte das FED-CON V-VIDEO, einen Kurz-Animationsfilm über die Enterprise „W“ aus der Schlörb-Factory sowie etliche bekannte und neue Tobias-Richter-“Anis“. Der Abend wurde danach noch recht lang…

Mittwoch: Grillabend, die Erste und Night-Hunt, die Erste! Das Freibier floß in Strömen, (der Kartoffelsalat dafür nicht), ebenso im Anschluß daran das Wasser aus den Wasserpistolen, mit denen die Läufer heuer erstmals bewaffnet wurden. Die Fänger hatten Wasserbomben zur Verteidigung. Beides waren recht feucht-fröhliche Angelegenheiten, wie man sich denken kann. Wenn man aber weiß, daß sich (fast) alle mit den dicksten und größten „Super Soakers“ eingedeckt haben und (fast) den lieben langen Tag wie die Irren damit rumspritzten, wird dies wieder relativiert, oder?!

Ich muß noch erwähnen, daß jeden Abend das Lagerfeuer brannte und die obligatorischen Roomparties somit zu Outdoorparties wurden. Bei dem Kaiserwetter, das wir alle Tage hatten, ist dies nicht verwunderlich… Jedenfalls war der Videoraum untertags fast leer, der Badesee dafür umso voller. Dennoch gab es – natürlich – wieder etliche Schmankerl aus ST:DSN, ST-VOY und – sabber, lechz – B5. Es wurde aber auch wieder fleißig „gesiedelt“. In Catan nämlich. Selbst so geistvolle Spiele wie Schach oder Schafkopf (Servus, Bayern!) kamen dann und wann zum Einsatz. Von UNO, SKIP-BO usw. gar nicht erst zu reden… Das nicht zu dichte Programm war jedenfalls genau richtig, denn wer auf einem TREWA-CON nichts mit seiner Zeit anzufangen weiß, solange nicht die Glotze läuft, ist selber schuld. Ich wüßte heuer übrigens niemanden, dem irgendwann einmal langweilig gewesen wäre! Das CON-FEELING hatte und alle von morgens bis abends voll am Wickel.

Am Freitag gab es das zweite Grillfest und den zweiten Night-Hunt, bei dem etwas wahrlich „krasses“ passierte: Ein Anwohner fing plötzlich fürchterlich laut und deutlich an zu schimpfen, was denn da los sei, ob wir denn im Krieg seien (Volltarnung!), ob wir wüßten, wie spät es sei (3/4 1 Uhr) und daß wir uns schnellstens schleichen sollten. Tja, da ging uns ganz schön die Muffe, steckte uns ja noch das Hausverbot aus Arlesried in den Knochen!
Alex klärte nach dem Spiel alles auf: der Bauer hatte „mitgespielt“! Ihm war unser nächtliches Treiben wohl aufgefallen, und mit einer Taschenlampe „bewaffnet“ fragte er die Läufer, was denn da abgehe. Er bekam die Antwort „Schnitzeljagd im Dunkeln mit bösen Fängern“ und daraufhin meinte er „Prima, laßt mich das mal machen…“ Die armen Fänger, die direkt von ihm zusammengestaucht worden waren, tun mir jetzt noch richtig leid! Daß die frechen Läufer, die den Bauern als Verbündeten hatten, ihr Ziel erreicht haben, bedarf wohl keiner weiteren Erwähnung. Welch Wunder aber auch… Wißt Ihr jetzt, warum ich Veitsweiler so gern mag?!

Dann kam der Samstag, und damit der große Moment für die REDWINE-Crew rund um Mike. Den hatte bis jetzt fast niemand zu Gesicht bekommen; jede freie Sekunde hatte er sich in seinem Zimmer verbarrikadiert, ging nur noch zum Essen und aufs Klo raus, und bastelte, lötete, klebte und schraubte gar wunderliche Dinge zusammen, die nun endlich zum Einsatz kommen sollten. Außerdem hatten Mike, Dirk und ich unsere komplette Tauchausrüstung samt Preßluftflaschen und Neoprenanzug dabei… Mein Outfit wurde übrigens im CONFILM „GRASS WARS – A NEW DOPE“ ebenfalls gebraucht. Aber dazu später mehr…
Das REDWINE’SCHE Conspiel hieß „X-Skies“ und war eine pure Hommage an „X-Files“ und „Dark Skies“. Es ging um MUFON, AREA 51 (Vader als Dr. Okun – Vienna meets ID4: ich habe mich fast bepißt!!!), gute Aliens und schweinische Agenten von MAJESTIC 12, geheimnisvolle Operationen an toten Aliens (mit original Filmmaterial der Blinddarmoperation von Christina hinterlegt!), Extraktion von deren Föten (der Aliens, nicht Christina’s!), Finden von Filmen in verwesenden Skeletten in tiefen, tiefen Wald, Sicherung dieser Beweismittel, Flottmachen eines Ufo’s im See (aha!) und Start desselben. Puh.
Nebenbei: mich würde die Reaktion des Radar-Offiziers der Nördlinger Bundeswehr-Flugsicherung auf den Blip, den wir verursacht haben, als uns die Ufo-Leine riß und das Ding davonflog, interessieren. Naja, 6 qm silberne Rettungsdecke an 5 Heliumballonen, die zusammen etwa 2,5 m Durchmesser hatten und das Ufo darstellten, dürften wohl ausgereicht haben, um einem verschlafenen Soldaten die unverdiente Nachtruhe zu rauben… Oder sollte gar die T2-Einleitung von Sarah Connor eintreffen, die da lautet: „Am 29. August 1997 endeten drei Milliarden Leben. Die Überlebenden des nuklearen Feuers nannten diesen Tag den Tag des jüngsten Gerichts…“?!

Nun, wir sind mittlerweile eines Besseren belehrt worden, unser Ufo war definitiv an nichts schuld, was wir nicht verantworten konnten. Bislang… Die Tiefflieger flogen ab dem nächsten Tag allerdings etwas häufiger – oder bilde ich mir das nur ein?!

Das Spiel startete nach 22 Uhr, als Mike, Dirk, ich und noch einige Helfer, noch in der Badehose und langsam in Panik ausbrechend, damit beschäftigt waren, den See zum Ufo-Landeplatz zu machen. Vier Gruppen wurden durchgeschleust. Gegen halb drei Uhr packten wir
das ganze Glump wieder zusammen…

Mike hatte das Monster-Alien im See gespielt, welches nur seine Babies wiederhaben und sich an Dirk, dem fiesen Agenten rächen wollte, der mich im See abgemurkst hatte und die vier Freiwilligen ebenfalls killen wollte, die ins Wasser gemußt hatten, um das Ufo zu betanken… So, haben das jetzt alle kapiert? Wiederholen Sie mal, worum es eigentlich ging, Meyer!

Also, langsam und zum Mitdenken:
Im Verlauf der einzelnen Stationen, die die Spieler durchlaufen (durchstehen?!) mußten, galt es, diverse Gegenstände zu finden und zu retten: Filmdosen, Alien-Föten (aus Fimo gebrannt), Ufo-Treibstoff. Natürlich waren, wie im richtigen Leben auch, böse Agenten darauf aus, diese Dinge zurückzuerhalten, um den Mythos „UFO“ einen solchen bleiben zu lassen. Beim Showdown am Badesee, wo auch etliche Jugendliche zelteten und reichlich belämmert zuguckten, mußte eine/-r aus jeder Gruppe ins Wasser und den Treibstoff zum „gewasserten“ Ufo hinüber transportieren. Das Ufo war wunderschön illuminiert durch „Knicklicht-Bojen“, die daraufzuführten, es selbst blinkte rhythmisch, sobald ich, der Begleiter im Taucheranzug, es aktivierte. Eigentlich sollte es jedesmal auch starten und 50 m hochsteigen, doch war die ganze daranhängende Elektronik letztlich zu schwer geworden; die Ballons hatten Helium verloren… Doch, oh Schreck, kaum war dies geschafft, als Dirk, der unter Wasser (Preßluft!) gelauert hatte, auftauchte, mich killte („Du Verräterschwein!“) und dies dem Überlebenden gleichtun wollte. Zur Beruhigung sei gesagt, daß jeder es zurückgeschafft hat, ehe Dirk vom „Grauen aus der Tiefe“, Mike als Mega-Monster, seinerseits gemeuchelt wurde. Jaja, auch dieses hatte sich unter Wasser versteckt gehabt! Es wollte seine Babies und den Treibstoff wiederhaben, um daraufhin wieder in der Versenkung zu verschwinden.
Nachdem die vierte Gruppe durch war (mit Eveliné als einziger Schwimmerin!), schwamm ich, der ich diesmal Dirks Attacke „überlebt“ hatte, auf das Alien zu, raunzte es an, es hätte mir gründlich den Tag versaut, eigentlich wäre ich heute mir meiner Frau zum Grillen gefahren und überhaupt… und mit einem „Willkommen auf der Erde!“ knallte ich ihm meine Faust mitten auf die Zwölf. Daraufhin ging eines der Lichter aus, und mein Knöchel ist immer noch nicht ganz verheilt… Dabei sollte es ja nur ein Jux-Stunt gewesen sein. Hüstel.
Etliche Spieler der ersten drei Gruppen waren bis zum Schluß dageblieben und hatten ihre Nachfolger beobachtet – ich glaube, es hat allen Beteiligten irre viel Spaß gemacht (auch wenn Christina seitdem nicht mehr so gut sitzen kann wie früher (Grins, kleiner Insider). Naß war’s auf jeden Fall!

Naß ging es auch im Conhaus weiter. Wir feierten das mit viel Nerven und Schweiß erkaufte Gelingen von „X-Skies“ mit Wodka-Red-Bull aus der 8-schläuchigen Saufmaschine und der mit Abstand GEILSTEN SPONTANAKTION, die ich je erlebt habe, der ULTIMATIVEN, MEGASTARKEN HELIUM-PARTY!
Es waren nämlich noch etliche Barliter Helium in der Pulle übriggeblieben, die zum Aufblasen der Riesenballons gebraucht worden war. Tja, und die wurden einfach aus kleinen Luftballons inhaliert. Nur nichts verschwenden! Was sag ich Euch: Micky Maus’ Stimme kann man daraufhin getrost vergessen!!! Ich habe wirklich noch niemals miterlebt, wie sich 30 Leute nachts um halb vier in einer Küche dermaßen weggeschmissen haben! Allen voran Vader, der froh um den stützenden Türrahmen war, sonst wäre er bäuchlings dagelegen und hätte nicht mehr gekonnt vor Lachen. Hoffentlich wird Alex’ Video bald fertig! Übrigens: Helium ist völlig unschädlich, außer für’s Zwerchfell!
Diese Nacht ging aber noch lange nicht zuende, bloß weil irgendwann mal das Helium alle war! Nein, um halb sieben Uhr kamen einige der letzten übriggebliebenen Helden auf die glorreiche Idee, Volleyball im Morgengrauen zu spielen. Räusper. Jedenfalls waren wir nüchtern nicht halb so gut drauf wie hier… Für mich endete der Samstag am Sonntag um neun Uhr. Auf diesem Con haben wir nämlich definiert, daß ein neuer Tag erst beginnt, nachdem man geschlafen hat. Deshalb dürften einigen Conlern einige Tage fehlen…

Der Sonntag war für einige der traurigste Tag; sie mußten abreisen, weil am Montag die Arbeit rief. So auch ein gewisser Daniel B. aus K. bei I., der in M. bei der E-Stelle der BW angestellt ist. Er fuhr also brav um 0:00 Uhr heim, war allerdings um 23:00 Uhr schon wieder da – mit gebrochenem linken Arm… Er war vom „Pilz“ eines AWACS runtergefallen, was die stolze Fall-Leistung von 12,61 m bedeutet, wie jeder weiß, der ein Fliegerquartett besitzt! Kaum aus der Ambulanz entlassen, 6 Wochen krankgeschrieben, packte er seine Siebensachen und fuhr auf den Con zurück. Das nenne ich wahre Treue! „Papa Gundy hat den Giiiiips!“

Die Treuenadel in Silber verdiente sich unser „weiblicher Bulle“ Karin: auch sie war einfach nur lieb heimgefahren, hat aber in der Arbeit ihren Chef so lange be-kniet, -bettelt, -zirzt und be-werweißnochwasallest, bis er sie bis zum Schluß be-urlaubt hatte – und sie kam ebenfalls wieder! Also, Ihr ganzen Noch-nicht-Conler, wißt Ihr jetzt, was Euch bisher immer entgangen ist?!

Der obligatorische Con-Marsch stieg am Montag, in der Gegend um Nördlingen mit malerischen Burgruinen, Wäldern und Unmengen von Zecken. Organisiert hatte dieses Kultspiel wieder einmal unser Pasty, tatkräftig unterstützt von Vader. Beim Briefing meinte dieser, da sich beim letzten Mal (1995) einige Gruppen hoffnungslos verlaufen hatten, sei der Weg diesmal narrensicher beschrieben und „von jedermann, dessen IQ über der Zimmertemperatur liegt, zu meistern“. Er sollte recht behalten… der Marsch war echt klasse!
Story: Die U.S.S. CRASHLANDER ist auf einem unbekannten Planeten abgestürzt und deren göttlicher CAPTAIN NORBERT ist seitdem verschwunden. Es galt, ihn zu finden und zu retten. Doch zuvor mußte man sich das Vertrauen des GROSSEN HERRSCHERS EBI pantomimisch erwerben (die Universaltranslatoren waren wieder mal ausgefallen…), eine Ferengi-Drohne, die Geld wollte, abwehren, Selbstmördern und Sklavenhändlern mit Toleranz und Diplomatie begegnen (oder war’s umgekehrt?), einen mächtigen Warlord im Zweikampf besiegen, fiesen Monstern beweisen, daß man wirklich BÖSE war und zuguterletzt eine Anbetungsformel für Captain Norbert erfinden. Das gesamte Gelände mußte zudem per Hand kartografiert werden (die automatischen Hyper-Kartografierer waren wieder mal…) PUH! Anstrengend und doch superlustig, die ganze Chose! Auf diesem Marsch entstand übrigens die eingangs abgedruckte Con-Hymne…
Im Conhaus ging es nahtlos weiter, wo wir aufgehört hatten: Volleyball-Action (wußtet Ihr schon, daß wir 4-D-Volleyball spielten? „Der Ball ist aus!“ „Ja, aber Morgen machen wir das Feld größer.“ „Tja, dann ist er also vierdimensional drin…“), Super-Soaker-Action („Kondom-über-die-Schnur“), CD-Action im Wintergarten (TV-Kult-Hits à la „Wickie“, „Biene Maja“, „Barbapapa“; tja, „Feier Deine Jugend“, wa’?!), Bade-Action, Faulenz-Nicht-Action, Eisess’-Action, kurz, all die Arten von Action, auf die mann/frau gerade Lust hatte. Naja, fast…

Den Dienstag gingen alle recht ruhig und beschaulich an. Allerdings stieg am Abend nach dem Abschlußessen in der „Post“ eine Hammerparty im Haus, die sich bis in die frühen Morgenstunden hinzog. Doch der Reihe nach…
Bei diesem Abschlußessen gab Vader die Siegergruppe (Nr. 3) des Marsches bekannt. Außerdem feierten wir, sehr zur Überraschung der Hauptbeteiligten, eine Con-Verlobung…
Eine Gruppe machte sich einen besonderen Jux aus der Tatsache, daß Daniel und Tom maßgeschneiderte (!) B5-Uniformen trugen. Wir gingen auf die Straße, um Leute zu interviewen: Alex mit Videokamera, die beiden Fiver als „Stuntdoubles auf Promotiontour“ in good old germany, meinereiner als „Reporter“ des Senders „SSI-Science-Fiction and Stars International“ (das Logo auf meinem Pulli heißt in Wirklichkeit „Scuba Schools International“-Internationale Tauchschulen…, sieht aber „einfach nur lieb“ aus), einige gutgekleidete Mädels als „Agenturleiterinnen/Scriptgirls“, Norman als „Simultandolmetscher“, Matze B. als „Stunt-Coordinator“ und einige „Security-Leute“. Es ist einfach unglaublich: der Otto-Normal-Deutsche, dem man (vorher natürlich gefragt, ob es recht ist!) eine Kamera vor’s Gesicht hält, sagt Dir einfach alles, was du wissen willst – und würde anschließend wahrscheinlich auch noch seine Oma verkaufen, nur um nur ja ins Fernsehen zu kommen… Zugegeben, es kommt aber auch gut, wenn Daniel nur amerikanisch labert (und zwar sinnvoll), Norman völlig unbeteiligt aber professionell all dies dolmetscht, ich todernst und seriös bleibe, die „Hintergrundleute“ ebenfalls nicht einmal ansatzweise grinsen, während Alex die Kamera mit gleißend hellem Licht auf die Passanten richtet (schließlich dämmerte es schon). UNS hat jedenfalls niemand veralbert… Wir mußten streckenweise nicht einmal selbst aktiv werden! Als wir ein „Interview“ mit „John Daniels“ aufnahmen, fragten zwei ältere Herrschaften freundlich nach, was wir da machten. Wir gaben ebenso freundlich Antwort und hatten wieder was „krasses“ im Kasten. Daß wir jedoch nach dieser Aktion Bauchweh vor Lachen bekommen haben, brauche ich nicht extra zu erwähnen, oder?!

À propos Beumeln: Kraß Mann, wir drehten einen Confilm! „Grass Wars – A New Dope“ – ein Trash-Streifen aus der Roger-Corman-Schnellschuß-Factory – äh, Alex-Productions ltd. (kommt niveaumäßig etwa auf das gleiche raus…), in dem sich alles um „Grass“ und „Dope“ dreht (ach?!). Die Namen der Helden: „Grass Vader“, „Luke Rasta“, „C-High-PO“, R2-Dreh2“, „Tütbacca“, „Obi-Dröhn-Knobi“, „Princess Higha Orgasma“, „Hanf Solo“. Lediglich die „Snowtroopers“ kamen genauso im Original vor (ob das ebenfalls bereits eine zarte Anspielung war?! Darüber sollten wir nachdenken…Hüstel) COMING SOON TO YOUR GALAXY! Vorbestellungen ab sofort an Alex oder jedes andere Drogendezernat. Ach ja: KEINE MACHT DEN DROGEN! Aber darüber Witze reißen darf man wohl noch, oder?!
Das Aufräumen am letzten Tag wurde von Vader mit dem „Lied vom Tod“ eingeläutet. Nach DER PARTY irgendwie passend…
Danach große Verabschiedung, Pläneschmieden für Privat-Cons, schnell noch Adressen austauschen, einige Tränen zerdrücken und … heimfahren. Seufz! Schon Vorbei?!
Ich glaube, jetzt habe ich so ziemlich alles erzählt, was auf dem 29. TREWA-CON los war. Sollte ich was vergessen haben, bitte nicht gleich steinigen – ich war schließlich auch nicht überall gleichzeitig dabei. Aber wo ich dabei war, dafür umso intensiver… räusper…
Bis bald! Haltet die Ohren spitz und bleibt es auch selber! Ich vermisse jede(n) einzelne(n) von Euch! See you – früher oder später…!
Euer Ulli

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