35. TreWa Con

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Die 35. TreWa Con in Niederdreisbach – Nur die Harten kommen in den Garten | Beginn: 5.08.2000 / Ende: 13.08.2000


Conbericht in Trekworld 68

Phantasieland Brühl, Brauereibesichtigung, Bergwerk, Waldcon mit Gotcha

„Nur die Harten komm‘ in’n Garten!“ oder: Sommer, Sonne, TreWa Con

Conbericht zur 35. TreWa Con in Niederdreisbach

Anfang August war es soweit, endlich war wieder Zeit für eine TreWa Con. Ich hatte mich schon seit Wochen darauf gefreut, alte Freunde wiederzusehen und neue kennenzulernen. Nach circa fünf Stunden Fahrt gelangten wir am Conhaus an. Dieses liegt mitten im Westerwald, gar nicht so weit von Siegen entfernt. Wir stiegen aus dem Auto und streckten erst mal die steifen Glieder. Dann machten wir uns daran, die Anlage zu erkunden. Sie bestand aus einem Haupthaus und mehreren Nebengebäuden, die ein bißchen wie Indianertipis aussahen. In jedem Nebengebäude war Platz für bis zu 12 Leuten zum drin schlafen. Im Hauptgebäude befanden sich die Küche, Aufenthaltsräume und einfache Waschräume. Alles erinnerte ein wenig an einen Campingurlaub.

Das Gelände befindet sich mitten im Wald, leicht abschüssig gelegen und voller leckerer Pilze, die auch gleich von einigen fleißigen Conlern gesammelt wurden. Am unteren Ende des Grundstücks ist ein Lagerfeuerplatz, an dem man ungestört feiern kann, da rundum nur Wald ist.

Am ersten Abend gab es eine Opening Ceremony, bei der sich die Veranstalter Dirk, Matthias und Andreas vorstellten und schonmal erzählten, was so an Programm geplant war. Das Programm klang vielversprechend. Verschiedene Spiele, Ausflüge und Film-, bzw. Serienschmankerl sollten die folgende Woche aufregend gestalten. Der restliche Abend war erfüllt mit Wiedersehensfreude und Lagerfeuerzauber.

Schon in der nächsten Nacht gab es das erste Spiel: den Nighthunt, eine Art nächtliches Räuber und Gendarme- Spiel im Wald. Dabei kann man entweder als Läufer oder als Fänger teilnehmen. Die Läufer werden in Gruppen vom Ziel weggefahren, um in etwa eineinhalb km Entfernung ausgesetzt zu werden. Dann müssen sie den Weg zurück finden. Das Ziel ist ein mit Fackeln abgestecktes Viereck, das mitten in einem Feld leuchtend weit sichtbar ist. Die Aufgabe wäre ja einfach, gäbe es da nicht noch die Fänger, die mit Taschenlampen ausgestattet unterwegs sind, um den Läufern das Leben schwer zu machen. Die Nacht ist überhaupt beliebt für TreWa Spiele, auch der Con-Grusel-Horrormarsch fand nachts statt.

Auf dieser Con hingen wir aber nicht nur im Conhaus herum, sondern wir genossen die vielen Attraktionen der Umgebung. Wir fuhren mit einer Grubenbahn tausend Meter in den Berg und bestaunten ein stillgelegtes Erzbergwerk. Dazu mußten wir vorher alle schwere gelbe Jacken und stabile Helme anziehen. Bevor wir in den Berg fuhren, rief ein Conler noch: „Jaja, der Helm, das ist doch Show für die Touristen!“
Als wir in den niedrigen Stollen herumgeführt wurden, war schlagartig klar, warum alle Helme Kratzspuren an der Oberseite hatten. Jede Minute machte es woanders „Plonk!“ Das Bergwerk war kalt und naß und wahnsinnig interessant.

Auch bei einer anderen Besichtigung mußten wir uns in seltsame Gewänder werfen. Wir besuchten die Brauerei in Hachenburg. Die Kellerräume und Hallen dort sind stark gekühlt, deshalb durften wir uns grüne Filzponchos überziehen. Wir sahen aus wie Gartenzwerge! Die Brauereibesichtigung war lustig und das unfiltrierte Bier aus dem Souvenirkrug schmeckte gleich nochmal so gut.

Einer meiner persönlichen Höhepunkte war das Phantasialand. Eine große Gruppe Conler machte einen Tagesausflug dorthin und stürmte den Park. Wir teilten uns je nach Interessen auf. Die einen wollten lieber Eis essen und herumschlendern, die anderen gaben sich die Achterbahnen ohne Pause. Wir sind alles gefahren, was höher, schneller, weiter geht. Manches gleich zweimal oder dreimal. Am besten gefallen hat mir der Mystery Tower, wo man in völliger Dunkelheit innen hochgeschossen wird und dann wieder hinunterfällt. Da sind wir hinten rausgerannt und vorne gleich wieder rein . Abends waren wir k.o. aber glücklich.

Nicht weit entfernt vom Conhaus lockte auch ein modernes Spaßbad mit Riesenrutsche und Wellenbecken und einem großen Saunabereich. Manche Conler konnten davon gar nicht genug bekommen. Außerdem konnte man im Schwimmbad duschen, was auch viele ausnützten, da die Duschen im Conhaus nicht so berauschend waren. Solchermaßen durchgeweicht und frisch geduscht freuten wir uns auf ein kräftiges Abendessen.

Für jeden ist auf der Con kulinarisch das passende dabei. Einige bevorzugen das Steakhaus, andere ein bekanntes schottisches Schnellrestaurant. Und viele finden sich im Conhaus wieder, um gemeinsam zu kochen. Von Hausmannskost über exotische Genüsse bis hin zur selbstgemachten italienischen Lasagne war alles geboten. Einmal während der Con gab es sogar einen großen Grillabend mit Freibier und leckerem Essen.

Und abends zufrieden mit vollem Bauch am Lagerfeuer zu sitzen, die glitzernden Sterne zu betrachten und über Star Trek und andere geliebte Serien und Filme zu sprechen, das hat schon was. Jedoch bald merkt man, daß die TreWa Con mehr ist; daß sie darüber hinausgeht. Sie bietet nicht nur zehn Tage Spaß und Erholung. Sie bietet die Möglichkeit, Gleichgesinnte kennenzulernen und wunderbare Freundschaften zu schließen.

Das macht für mich die TreWa Con aus. Deshalb ist sie für mich persönlich genauso wichtig wie die Fed Con. Denn hier geht es um uns, die Fans. Wir selbst gestalten uns die schönsten Wochen im Jahr. Und jeder ist herzlich eingeladen, das auch einmal zu probieren und etwas von sich beizutragen. Es lohnt sich.

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