43. TreWa Con

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Die 43. TreWa Con in Prackenbach – Haus Kugelbach in Prackenbach | Beginn: 12.07.2004 / Ende: 20.07.2004


Die endlos lange Zeit des Wartens war endlich vorbei. Der Tag, welcher bei den Meisten von uns mit einem roten X im Kalender markiert wurde, war endlich gekommen. Trekkies und Warsler aus Deutschland und Österreich trafen sich zum bereits 43.Mal zur allseits beliebten und einmaligen TreWa Con.
Diesen Sommer fand sie erneut im idyllischen und romantischen Haus Kugelbach in Prackenbach im Bayerischen Wald statt.
Der erste Tag stand ganz im Zeichen der Wiedersehensfreude. Die Meisten von uns hatten sich ja seit der Fed-Con im Mai nicht mehr gesehen. Und auch neue Gesichter gab es diesen Sommer wieder zu begrüßen. Na ja, Gesichter ist vielleicht ein wenig übertrieben. Aber immerhin gab es mit Anita eine komplette neue TreWalerin und mit Reeedy, jc, EnsignX und Rita vier neue Sommerconnies. Nach den Begrüssungsknuddlern und dem Beziehen der Zimmer ging es dann zum ersten sportlichen Teil der Con über: Extrem Frisbeeing. Das Extrem steht in sofern gerechtfertigt hier, da es eher ein „Wir werfen die Frisbee über den Bach und lassen Reeedy die ganze Zeit über den Bach springen“-Wettbewerb war. Als dann der EnsignX Reeedy mal vertreten sollte ging das auch gleich tüchtig in die Hose….genauer gesagt in den Bach, denn in selbigen ist EnsignX nach einem Sprungversuch geflogen. Da die Frisbee-Scheibe uns nicht mehr forderte, änderten wir kurzerhand die Sportart in Fussball. Richtiger Fussball, kein Weicheier-Fussball. Also mit Blutgrätschen und allem was dazugehört. Reeedy hat’s auch hier erwischt. Seine tiefe Schürfwunde musste der Kollege Teamarzt Matthias mit Sprühpflaster versorgen und dabei musste Reeedy festgehalten werden, denn er hatte wohl wahnsinnige Angst vor Pflastern aus Spraydosen. Einmal mit dem Nudelholz draufhauen und schon hat er stillgehalten.
Gehen wir nun zum offiziellen Teil der Con über: Dem Eröffnungsessen.
Chef de Cuisine René hatte mal wieder was Fantastisches gezaubert. Die Frage, ob die Wahl für Chili con Carne als Eröffnungsmahl gut war wurde aber erst in der Nacht in den 7er-Zimmern beantwortet. Nach dem nichtsdestotrotz leckeren Chili ging es dann zur kleinen Opening Ceremony in den Videoraum. Der erste Tag klang dann beim ersten gemütlichen Lagerfeuer dieser Con aus.
Wer jetzt denkt, dass ich auf die Nacht nach dem Chili genauer eingehe, den muss ich leider hier enttäuschen. Nur so viel: Das Haus steht noch!

Der zweite Contag sollte das erste Mal das Con(un)wort der diesjährigen Sommercon prägen. Wir fuhren nach Deggendorf ins Spaßbad elypso um – Achtung Unwort-Alarm – Spaß zu haben. Das Ganze war zwar nicht ganz billig, aber der geniale Saunabereich entschädigte für vieles.
Im Außenbereich sorgte eine finnische Sauna mit angelegtem Teich zum Abkühlen. Dabei konnte es dann schon mal passieren, dass einem Wasserschnecken, Frösche und sonstiges Getier entgegenkam…aber hey, was soll’s, es war ja ein Spaßbad. Und zu so einem richtigen Spaßbad gehören natürlich nicht nur ein Saunabereich, sondern natürlich auch Rutschen. Davon hatte es gleich drei. Eine leckere „Alt-Oma-ich-rutsch-auf-dem-Hintern-die-Röhre-runter“-Rutsche, das ganze dann nochmals mit Schwimmreif für die nächste Generation der Rutscher und zum Abschluss gab es für die Extremisten unter uns die MÖRDERRUTSCHE. Da ging es Senkrecht runter ohne Wasser, nach kurzer Schwerelosigkeit prallte man regelrecht mit dem Körper aufs Wasser und demzufolge mit dem Hinterkopf auf die Rutsche auf. Leichte Schläge auf den Hinterkopf sollen ja bekanntlich das Denkvermögen anregen, ergo war es für uns das Heilmittel um die Gehirnzellen zu reanimieren, die wir mit dem allabendlichen Lagerfeuerbiergelage abtöteten.
Nach dem ganzen anstrengenden Schwimmen, Rutschen und Saunieren (zum Thema Saunieren und den armen Aufgussschweinen komme ich später noch mal) hatten wir uns natürlich auch ein lecker Essen verdient. Wir machten uns also auf die Heimreise und begaben uns direkt in die Küche. Dirk, Dirk2, Katrin und meine Wenigkeit bereiteten das preisgekrönte Sherryrahmgeschnetzelte vom Chef zu. Betonung liegt hier ganz klar beim Sherry, 2 Liter mussten da schon rein. Dann angebraten und verkocht und der Gaumengenuss war angerichtet. Nun hatte uns auch schon wieder die Lagerfeuerromantik samt Spalterbank wieder. Wir ließen uns natürlich auch heute nicht entgehen die ISS zu begrüßen. Bei unserem 10 Liter Shell V-Power Lagerfeuer könnten die da oben sogar uns, da unten, gesehen haben. Vielleicht rufen wir mal bei Esa, NASA oder den Russen an und fragen nach.

Am Mittwoch begannen wir dann die Dreharbeiten zu unserem diesjährigen Confilm „The Bavarian Chainsaw Massacre – House of the 1000 Monks“. Unter der Leitung von Regisseur und erstem Kameramann Dirk und seiner Assistentin Nessi töteten wir unschuldige Touristen für unseren Meister, Professor Satan. Vielleicht kommt der Film ja als Easteregg auf die Fed-Con 12 DVD, dann seht ihr gleich wie die Con-Security ausgebildet wird. Besonders erwähnen muss ich, dass für den Film echte Karateübungen von Karateka Antonia angewendet wurden.
Nach den anstrengenden Dreharbeiten (wir haben uns übrigens alle für 2 Sequels und 3 Prequels mit Option auf Anime-Serie im Pokemon-Style verpflichtet) war mit dem Stress aber noch lange nicht Schluss. Der kleine Dürre und der große Dicke, also Reeedy und Ray, wollten unbedingt noch eine Lehrstunde im Gotcha erhalten. Als nach kurzer Zeit markerschütternde Aua-Schreie durch den Wald hallten, waren nur noch Reeedy und ich übrig. Wir würden uns wahrscheinlich noch heute bekämpfen, doch leider ging uns die Munition aus. So verließen wir das Areal und leckten beide unsere Wunden. Entweder bei der mächtigen Space Hulk Map oder beim gemütlichen Weißbier am Feuer (meine Variante).
So richtig zum Dauerhaften Wundenlecken kamen wir aber dann doch nicht, denn nach unserem Versuch eines Kinofilmes ging es nun zum Coverversuch eines erfolgreichen TV-Konzeptes: GENIAL DANEBEN. Hugo-Egon-Zorro-Rene Balder stellte die witzigsten Fragen an das Rateteam „Ausbilder Schmidt“ Nessie, Hyperactive-Kid Reeedy, Dirk der Chef, Rechtsverdreher Matthias und Antonia von Sinnen.
Wisst ihr was „Herrgottsbscheisserle“ sind oder was der Hintern eines römischen Pferdes mit dem Space Shuttle zu tun hat? Nein? Dann kommt auf die nächste Con, vielleicht gibt es wieder eine Runde GENIAL DANEBEN. By the way, der einzige Kerl der die Sendung noch nie gesehen hat, hat sich natürlich bei uns gewonnen: Dirk B. aus A.

Nach, wie immer, zu wenig Schlaf begrüßte uns auch schon der Donnerstagsregen. Auch heute hatten wir Extremsport auf dem Programm: Kartfahren und Schumi in die Grenzen verweisen. Doch bevor wir uns dem Körperlichen hingaben bescherte uns Rene eine Stunde des Wissens. Mit seinem wirklich sehr interessanten und professionellen Vortrag zum Thema „Star Trek und die reale Physik“ begeisterte er nahezu jeden Conteilnehmer. Hier kann man auch gut erkennen, dass es auch Lehrreiches auf der TreWa gibt (im Winter werden z.B. immer diverse PC Workshops angeboten). Es ist also echt für jeden was dabei. Seit dem Vortrag weiß ich jetzt auch, wo die Toiletten auf der Enterprise-D sind.
Nun aber zum Sport: Während des Kartfahrens haben wir auch gleich festgestellt, warum es keine Frauen in der Formel 1 gibt: Denn wer das Duell Rita-Katrin mitverfolgt hatte, konnte eindeutig erkennen, dass bei allen 24 Runden mindestens 5 mal pro Runde das gegnerische Auto abgeschossen wurde, dass mindestens 10 mal pro Runde die Leitplanke angerummst wurde und dass mindestens 2 Dreher und 5 Verbremser pro Runde auf dem Programm standen.
Zu meinen persönlichen Fahrkünsten äußere ich mich mal besser nicht. Na ja, vielleicht soviel: Wenn man mit 50 km/h frontal in die Leitplanke fährt hat das schon ein interessantes Gefühl. Amüsant dabei war, dass die Leitplanke von mir dabei auf die andere Fahrspur gedrückt wurde. Matthias, seines Zeichens Anwalt, teilte mir später mit, dass er für kurze Zeit sein Leben an sich vorbeilaufen gesehen hat, als die Leitplanke auf ihn zukam. Passiert ist natürlich nichts, das persönliche Duell zwischen uns beiden wurde damit aber auch noch nicht beendet.
Nach der halben Stunde Kartfahren hatten wir tatsächlich noch Energie um im Doppel beim Tischfussball gegeneinander anzutreten. Wie sollte es auch anders sein, das Spiel endete unentschieden. Ich glaube wir setzen das bei der Wintercon fort.
Nun gab es noch leckere Chesseburger, Milchshakes und ein paar Runden Star Wars Trilogy auf dem Automaten und dann eilten wir auch schon wieder ins Conhaus, denn unsere Congrazien Katrin, Karin und Antonia hatten ganz spontan eine Disco organisiert. Genial dekoriert mit Kerzen (Grablichtern) und Knicklichtern und einem Mac als DJ-Ersatz konnte die beste Nebelparty des Jahres steigen. Als Warm-Upper gab es für jeden Besucher mindestens ein Glas Apfelbowle. Auf der Tanzfläche konnte man alles entdecken was das Herz begehrt: vom normalen Discogezappel über nahezu perfekt choreographierten Tanz mit Karin und Dirk bis hin zum Knicklichtschwert-Kampf zwischen Vader und mir.

Das Wochenende war nun schon angekommen. Mit ihm ein paar Wochenendgäste und, was noch viel wichtiger war, das Grillfest. Grillmeister Dirk und sein Adjutant Vader beglückten uns bei strahlendem Sonnenschein (Ja, wir hatten tatsächlich Sonne) mit Steaks und Würstchen, dazu gab es leckere Soßen und noch leckerere Salate und natürlich FREIBIER. Der ideale Zustand also, um mal so richtig die Seele baumeln zu lassen und einfach mal Relaxurlaub zu machen. Am Abend stand dieses mal „Siedler“ auf dem Programm.

All das, was wir am Freitag an Kalorien gesündigt hatten, muss raus, musste sich Küchenchef Zorro gedacht haben. Wie sonst kam er auf die Idee, bei 30 Grad im Schatten ein mixed Beachvolleyballturnier zu veranstalten. Indianer kennen aber bekanntlich keine Schmerzen, also haben wir alle „begeistert“ mitgespielt. Die größten Computerprofis wurden hier auf einen Schlag zu den absoluten Sport-Cracks. Nach drei harten, schwitzenden Stunden waren die Teilnehmer des auf Sonntag deklarierten Finales erspielt:

Golfprofi Tanja & Hacker jc versus Swabian Power Karin & Matthes, der Anwalt

Als wir dann wie sooft am Lagerfeuer saßen, kam die wohl genialste als auch deppertste Idee auf: Lasst und aus jedem TreWaconnie einen Pokemon machen.
Nach einer guten Stunde gab es dann keine Dirks, keine Toms und keine Babs mehr. Es gab nur noch Antonimon, Manumon, Tscheysiemon, und und und. Wir alle hatten natürlich auch unsere speziellen Fähigkeiten. Nessi war das Pokemon der Comedy, Vader, das des Spaßes, ich hatte die Betonpower der Standfestigkeit und Chefmon-Dirkmon konnte gut rülpsen – Okay bei Letzterem existiert kein Unterschied zur realen Person.

Da es am Sonntag noch wärmer wurde, verlor sich leider das mixed Beachvolleyball-Finale in einer temporären Anomalie. Zorro entschied kurzerhand, dass das computerhackende Golfduo auf dem „Grünen Tisch“ das Turnier gewann.
Leider musste bei diesen Temperaturen auch unser Conmarsch in ein Wurmloch verschoben werden. Gerüchten zu Folge soll das andere Ende des Wurmlochs in Miltenberg liegen und sich zur TreWa 44 öffnen – es bleibt spannend!

Nun war er schon gekommen, schneller als wir uns alle gewünscht hatten: Der Montag, der letzte, richtige Contag.
Da die Con ja unter dem Unwort-Motto SPAß stand, bleib uns ja gar nichts anderes übrig, als nochmals ins Spaßbad nach Deggendorf zu fahren um so richtig Spaß zu haben.
Hier komm ich nun auch auf die vorher angedeuteten armen Aufgussschweine der Sauna zu sprechen. Tanja und Walter hießen sie und versuchten uns mit allen möglichen Düften fertig zu machen. Sie kamen, sahen und verloren. Denn gegen TreWaler hatten sie nichts auszurichten. Die beiden verließen sämtliche Saunen vor uns und wir lachten im Gegenzug auch noch nach dem 5.Aufguss. Hoah! Wenn ihr das nächste mal in die Sauna geht, probiert es mal mit FRESH KAMILLE. Riecht lecker nach Gummibärchen.

Aller Spaß muss leider auch ein Ende haben und so verließen wir das Bad und versammelten uns zum Abschlussessen im Cafe „Vis a Vis“ in Deggendorf.
Nach sättigendem Essen und verdammt leckeren Cocktails (Cosmopolitan) begaben wir uns letztmalig ins Conhaus ans Lagerfeuer. Es sollte ein letztes erhabenes Feuer werden, welches auch den Feuern Rohans in nichts nachstand.

So endete nun am Dienstag nach dem Aufräumen die Con. Sie war das absolute Highlight dieses Sommers. Ich verließ das Congelände mit dem Wissen, dass alles was ein Ende hat auch wieder einen Anfang hat.

TreWa 44 – Miltenberg wir kommen!
Und wer mir jetzt immer noch nicht glaubt, dass TreWa ein Heidenspaß ist, dem kann ich nur eins mit auf den Weg geben: COME IN AND FIND OUT

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