51. TreWa Con

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Die 52. TreWa Con in Miltenberg – Conrad ist tot | Beginn: 27.12.2008 / Ende: 04.01.2009


Conbericht von Conrad

Es begann alles am 27.12.08. (Kuschelbären haben ein eingebautes

Datumsgedächtnis.) Gegen späten Nachmittag wurde ich aus meiner Bärenbrudergemeinschaft in Wertheim Village befreit und in ein hohes weißes Behältnis ohne Deckel gesteckt. Schuld dran war eine Menschin, ab sofort meine Menschin, Bine genannt. Schwankend ging es durch kalte Winterluft. Dann mit einem brummenden Gerät noch eine Weile weiter und schließlich wieder durch die kalte Winterluft in ein Haus. Viel gesehen hab ich da noch nicht, denn das weiße Ding -Tüte- versperrte die Sicht. Hier wurde ich erst mal abgestellt. Ganz alleine war meine Menschin nicht in ihrem Zimmer. Da wurde es nachts öfters mal recht laut vor lauter rhythmischem Atmen.

Zwei Tage dauerte die Quarantäne in meiner Tüte. Dann durfte ich endlich raus. Und was es da alles zu sehen gab! Der erste Ausflug ging spät abends ganz viele Treppen hinauf in ein Zimmer namens Meditationsraum. Und wie schön das da war! Der Raum war erleuchtet von vielen vielen kleinen Kerzen im Glas in der Mitte des Raumes.

Drumherum herum lagen viele fremde Menschen. Die Menschen hörten Musik und unterhielten sich. Knabbereien und berauschende Flüssigkeiten machten die Runde. Bis in den frühen Morgen waren wir dort oben in diesem Zimmer.

Nach einer kurzen Nacht begann ein für mich denkwürdiger Tag. Meine Menschin machte den Fehler einen anderen Menschen (Dan) anzusprechen bevor dieser seine täglich nötige Portion Koffein zu sich nehmen konnte. Als sie sich kurz vom Frühstückstisch entfernte und mich Dans Obhut überließ schlug das Schicksal zu. Ich wurde ermordet! Alles was übrig blieb war ein Fleck Beerenmarmelade! Und Dan, mein Aufpasser, hat es nicht verhindern können. Die Ermittler von CSI-Miltenberg, angeführt von Asli und Alex machten exzellente Arbeit und das feige Verbrechen konnte lückenlos aufgeklärt werden (siehe www.csi-miltenberg.blogspot.com). Ente war schuld. Und alles nur, weil ich Schaf geheiratet hatte… Wovon ich bis dato nix wusste…. Den Rest den Tages verbrachte ich als wiederauferstandener Conrad in Gesellschaft von vielen netten und kuschelsüchtigen Menschen. Diese Menschen hatten die Angewohnheit kleine und große elektronische Apparate auf mich zu richten und mit viel Weißem Licht und einem Grinsen auf dem Gesicht wieder zu gehen. Viele trugen mich auch auf ihren Schultern spazieren und zeigten mir das ganze Conhaus. Und sie zeigten mir die berauschenden Flüssigkeiten. Wein hießen die und Bier und Cocktail.

Am gleichen Abend kamen dann noch gaaanz viele Graue Menschen mit einer seltsamen Sprache und behaupteten da sei irgendwo ein Loch und wir müssten es wieder stopfen. Sofort teilten sich die anwesenden Menschen in Gruppen auf und alle eilten los um das Loch zu stopfen.

Ich hatte zu viel Angst davor, mir das Loch anzusehen, also blieb ich vor dem kalten Zimmer und wartete auf die Gruppe meiner Menschin. Das Loch muss riesig gewesen sein, denn es hat den ganzen Müll gefressen.

Dann mussten wir Wörter aus der lustigen Sprache der Grauen Menschen erraten (Schweizer?!?), dann wurde es ganz nebelig und der Strom musste wieder fließen. Dann mussten die Menschen Glibber einfangen und chemische Analysen machen. Das war mir zu viel und ich habe mich auf diversen Schultern ausgeruht. Zum Schluss musste noch mit einem kleinen Hubauto Zeugs umeinandergestapelt werden. Dazu gab’s intelligente Fragen – zuviel für einen kleinen Bären wie mich. Und das alles um rauszubekommen, wer einem großen Schwarzen Mann den Helm putzen darf. Die Grauen Menschen sind lustig!

Am nächsten Tag durfte ich wieder mit runter zu den vielen Menschen.

Und alle waren hektisch. Es wurde gekocht und geräumt und bunte Sachen wurden aufgehängt und buntes Licht wurde gemacht. Zwei Zimmer wurden besonders schön gemacht. Eins fürs Essen und eins zum Essen. Und die große Halle! Sooo schön viel Platz! zum Tanzen wie sich herausstellte.

Aber erst noch haben die Menschen sich auch schön gemacht. Alle haben gut geduftet und hatten hübsche Kleider an. Ich übrigens auch. Es gab wieder viel Weißes Licht aus den kleinen Apparaten. Dann stürmten alle wie auf Kommando zum Essen und der ersten Runde berauschender Getränke. Es gab viele gute warme und kalte Sachen zu Essen. Viel zu viel. Die ganze Nacht über wurde gegessen. Und damit die Menschen was essen konnten gingen sie immer wieder in die Halle und tanzten zur Musik. Ich hab auch viel getanzt. Ganz schwindelig wurde mir manchmal.

Dann machten alle eine Pause und umarmten sich. Ich habe ganz viele Küsschen bekommen . Dann rannten alle aus dem Haus. Dort gab es viel buntes Licht am Nachthimmel. Ganz laut geknallt hat es und alle haben gejubelt. Danach wurde weitergetanzt bis spät in den Morgen.

Viele Menschen haben danach lange geschlafen. Einige vom vielen Tanzen, andere wegen der berauschenden Getränke vom Vortag und wieder andere weil sie rennende Nasen und heiße Köpfe hatten (Erkältung war das glaub ich). Der restliche Tag war ruhig und alle haben noch viel aus dem kalten Zimmer gegessen. Die bunte Halle war wieder verschwunden und aufgeräumt. Am Abend haben sich viele Menschen wieder im Frühstücksraum eingefunden und haben dort Spiele mit Karten und Würfeln und bunten großen Münzen gespielt. Auf einem Tisch waren auch kleine bunte Panzermenschen unterwegs, die nach Rieseninsekten jagten.

In einem anderen Zimmer gab es ein weißes Wackelbrett auf dem die Menschen lustige Verrenkungen vor einer bunten Wand machten. In noch einem anderen Zimmer gab es viele kleine bunte bewegte Bilder und die Menschen die dort drin waren guckten gespannt diese Bilder an. Für einen kontaktfreudigen Bären wie mich, zu langweilig. Ich blieb nicht lange.

Der nächste Tag war auch wieder ruhig und knuddelig. Die Menschen schwärmten aus und machten Einkäufe. Einige machten dann in den Küchen viel Gewusel. An mehreren langen Tischen wurde am Abend fein gegessen.

Dann war plötzlich in der großen Halle wieder was los. Da war einer, der machte viele bunte berauschende Getränke. Ich hab ihm ein wenig geholfen. Und dann waren da auch noch die anderen Menschen. Viele waren wieder schön angezogen und haben gut geduftet. Diese Menschen saßen dann gemeinsam an vielen Tischen und spielten wieder mit Karten und Würfeln. Fast alle hatten jetzt dieses bunte Plastikgeld dabei, oder große graue Papierfetzen. Es wurde wieder sehr lange gespielt und sehr viel von den bunten Getränken getrunken.

Am letzten Tag wurde wieder viel gespielt, aber es kam eine leichte Unruhe auf und erste Sachen wurden weggeräumt und verpackt. Abends sind dann plötzlich alle zu den brummenden wackelnden Geräten gegangen und mit diesen zu einem anderen Haus gefahren. In diesem Haus gab es etwas zu Essen mit viel weißem klebrigen Reis. Als alle gegessen hatten ging es wieder zurück zum ersten Haus. Dort saßen die Menschen noch eine Weile zusammen und redeten. Diesmal dauerte alles nicht so lange. Die Menschen gaben recht bald Ruhe.

Der Abfahrtstag begann früh zeitig. Überall wurde gewuselt und geräumt, gefegt und gewischt. Mir war das alles zu viel und ich setzte mich in die große Halle und beobachtete alles. Es gab viel Menschengeknuddel und letztes Weißes Licht gab es auch. Dann setzten sich die Menschen in ihre brummenden Geräte und verschwanden. Ich setzte mich zu meiner Menschin und auch wir verschwanden .

Schön war es mit sooo vielen knuddelden lieben Menschen. Ich komme wieder! Versprochen!

Conrad

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