57. TreWa Con

Die 57. TreWa Con in Veitsweiler – Kanufahren | Beginn: 14.08.2012 / Ende: 22.08.2012


Der Startschuss zur 57. TreWa fiel am Dienstag, 14. August 2012.
Dauer des Spektakulums: bis 22. August (was ein Mittwoch war und deshalb die gesamte Con auf ‚über-eine-Woche‘ ausdehnte – und für soviel Verwirrung sorgte, dass zahlreiche Teilnehmer bereits am Dienstag abzureisen gedachten… zum Glück konnte das Missverständnis rechtzeitig geklärt und diverse Urlaube relativ problemlos verlängert werden)

Act 1: Opening
Los ging’s traditionell am ersten Abend mit der Opening.

Dazu natürlich die wichtige Frage: War der Start der 57. TreWa ein Erfolg?

Schauen wir mal:
O: gut 25 Teilnehmer – ergo: ein Platz am Lagerfeuer für jeden: Check!
O: Kulinarisches: Es gab Currywurst – nuff said! – Check!
O: Witterung: Lauer Sommerabend mit der Aussicht auf mehr davon: Check!
O: Alkoholspiegel: schnell steigend, dank reichlich Flüssignahrung: Check!

Summa summarum: Yep, war ’ne gelungene Opening!

Act 2: Conspiel

Tag 2 brachte weitere Neuzugänge – und das dank wachsender Teilnehmerzahl gut besetzte Conspiel ‚Capture the Flag!‘

Die Raumzeit: 151600Baug12

Die Koordinaten: Latitude: 49.017 / Longitude: 10.45

Die Mission: Capture the Flag – and take no prisoners!

Die Gegner: Team Nessi (TN), aka „die mit der Baumflagge“ vs Team Dirk (TD), aka „die mit der Wanderflagge“

Die Lager: unversöhnlich

Die Rahmenbedingungen: Wüstenplanet-verdächtig (staubtrocken, 30°C, Windstärke: 0)

Das Motto: Dein Leben hängt an einem Schlüsselband!

„Press, press, press!“ – Mit unverholenem Kampfes- und Siegeswillen stürmten sie los, die Kämpfer gegen … keine Ahnung wogegen, aber Hauptsache mit einer glasklaren Mission: Holt euch die Flagge! Hangauf- und -abwärts zogen die von ihren Generälen aufgepeitschten Truppen die Schlingen um das jeweilige gegnerische Lager immer enger.

„Breathe, breathe, breathe!“ hieß es für die meisten dann bereits nach den ersten 50 Metern, die vor allem für die bergan Stürmenden des Dirk-Korpses schnell die engen Grenzen der eigenen körperlichen Fitness aufzeigten.

So war es vor allem der Gedanke „Och nee, wenn du erwischt wirst, musst du wieder ganz zurück, um dir ein neues Band zu holen!“, der die Angreifer antrieb, sich von den zu allem entschlossenen Verteidigern auf der jeweils anderen Seite nicht erwischen zu lassen. Das Resultat: putzige Katz- und Maus-Jagden, die für die im Schatten versammelte Zuschauerschaft ein unterhaltsames Nachmittagsprogramm boten.

Auch sonst kam keine Langeweile auf: Dass eine Flagge schier unerreichbar im Apfelbaum verankert war, brachte schnell sogar die Kampfrichter ins Spiel. (Wer also glaubt, sich als Referee beim Conspiel ein ruhiges Plätzchen zu sichern, dem sei gesagt: So oft wie Manni, Tom & Co. sind die wenigsten aktiven Kämpfer den Hang rauf- und runtergeflitzt ;).

Währenddessen erfuhr das Dirk-Lager eine ungeplante Standortverlagerung, nachdem grummelige Nachbarn der Zweckentfremdung ihres Grund und Bodens mit Nachdruck widersprachen – es sollen sogar Mistgabeln im Spiel gewesen sein. Bevor Fackeln entzündet werden konnten und eine gänzlich ungeplante dritte Partei ins Kampfgeschehen eingreifen konnte, zog die Flagge unter mächtigem Geleitschutz dann doch lieber aufs Con-Gelände.

Schließlich fanden sich beide Teams in einer Deadlock-Situation wieder: Hechelnde, ausgepumpte Kämpfer lieferten sich halbherzige Scharmützel, ein Busch namens Rafi sorgte hier und da für Schrecksekunden – und die Uhr zeigte noch wenige verbleibende Minuten. Dann passierte es: In einer letzten verzweifelten Großoffensive warf Team Nessi alles nach vorn in einen finalen Capture-Versuch..

Tja, und wie jeder halbwegs Fußball-Bewanderte bestätigen kann: Nur den Keeper hinten zu lassen, kann ganz böse ins Auge gehen. So auch in diesem Fall: Denn schnell entspann sich ein veritables Gemetzel vor der Haustür der Dirk-Söldner, die den anbrandenden Nessi-Kriegern einen harten Fight lieferten, bei dem die Schlüsselbändchen nur so durch die Gegend flogen – so dass sich im Kampfgetümmel unbemerkt ein Stoßtrupp gen Nessi-Lager absetzen, die Rafi-gespickte Busch-Barriere überwinden und die Flagge im Apfelbaum an sich reißen konnte!

… Was zu großem Jubel auf der einen Seite und fassungslosen Gesichtern auf der anderen führte.

Fazit: Vor dem strengen Auge eines eingefleischten LARPers hätte das Conspiel der 57. TreWa wahrscheinlich nicht bestehen können – dafür hatten jedoch alle Beteiligten riesigen Spaß, es gab trotz der mörderischen Temperaturen keine Kreislaufzusammenbrüche – und am Ende wurde einträchtig gefeiert!

Die Sieger: Alle – sogar die Zuschauer, denn die Gewinner-Magnumflasche „Ficken“ wurde am Lagerfeuer gemeinsam geleert! 😉

Die Kollateralschäden: ein Bänderriss im Zweikampf, diverse angeschlagene Egos

Wer übrigens seine Energie nicht ins Conspiel stecken wollte, konnte sie ähnlich sinnfrei und spaßig verbrennen: Beim Aufbau einer original mongolischen Nomaden-Jurte, die sich derart originalgetreu verhielt, dass die Hälfte ihrer Bauteile zum Zeitpunkt des Ersterrichtungsversuchs noch nomadisierend unterwegs waren. Was wiederum dazu führte, dass zahlreiche hoffnungsvolle Nachwuchs-Mongolen aus den Reihen der Con-Teilnehmer einigermaßen ratlos um eine halbfertige Holz-Seil-Konstruktion herumstanden – und der Jurten-Aufbau schließlich erstmal verschoben wurde. Wenigstens den Abbau einer halbfertigen Jurte konnte das Team dann schonmal üben…

Act 3: Augsburg
Am Donnerstag ging’s geschlossen ins Heiligtum: Dirk öffnete wieder einmal die Pforten des Spacestore-Lagers im malerischen Augsburger Gewerbegebiet, und Dutzende vermeidlich erwachsene Männer und Frauen verfielen in kollektiv-frühkindliche Raserei angesichts hunderter Quadratmeter voller Nerd-Klamotten, Sci-Fi-Memorablia und unwahrscheinlicher Unwahrscheinlichkeits-Tokens. Abgesehen von bunten Gadgets, geekigem Hausrat, Kleidungsstücken und was das Nerd-Herz sonst noch so begehrt, war vor allem die Vorstellung interessant, dass von hier aus ein Großteil dessen, was wir als Endprodukt „FedCon“ oder „RingCon“ erleben, geplant wird.

Wer im Anschluss tatsächlich noch ein paar Kröten übrig hatte, haute diese im wohl besten Japaner der Stadt auf den Kopf (den man ohne Insider-Kenntnisse über Augsburger Hinterhöfe übrigens gar nicht finden würde – was ein echter Verlust wäre, denn das Restaurant hat nicht nur einen ganz eigenen Charme, sondern vor allem superleckere Asien-Nahrung, die so frisch am Tisch zubereitet wird, dass einem während des Brutzel-Vorgangs am Teppan-Grill schon mal die Garnelenschwänze oder Gemüseschnitze im wahrsten Sinne des Wortes um die Ohren fliegen.)

Logischerweise darf bei einem Augsburg-Trip auch ein Ausflug zur Puppenkiste nicht fehlen – wobei sich allerdings herausstellte: Das sind wirklich alles nur Marionetten da – keine Persönlichkeit, wenig redselig … im Fernsehen wirkte das irgendwie lebendiger. Aber natürlich war’s trotzdem schön.

Wer sich wohlweislich nicht die Helden seiner frühen Kindheit (also die Heldenfiguren aus der Zeit, BEVOR sich die wirklich wahren Kindheitshelden in farblich nach Rang gut sortierten unverkennbaren Kostümen ihren Weg ins Kleinhirn bahnten, um für immer dort zu bleiben), wer sich diese Puppenkisten-Helden also nicht entzaubern lassen wollte, düste zurück ins Conhaus, wo der übliche Wahnsinn herrschte – von nur vermeintlich harmlosen Brettspielrunden über nur vermeintlich gefährliche Gotcha-Duelle bis hin zur nur vermeintlich unspektakulären Errichtung einer Kugel-Achterbahn aus dem sprichwörtlichen Nichts heraus.

Act 4: See-Entleerung & Con-Disco

Dann kam der Freitag – und mit ihm die erschreckende Erkenntnis: DIE LASSEN DEN SEE AB! … Ok, See ist wahrscheinlich ohnehin übertrieben als Bezeichnung für den rund 2 km entfernten Weiher, in dem sich TreWaner gern Abkühlung verschaffen. Und ablassen – nun ja: die örtliche Feuerwehr tat ihr Bestes, um mit dem ohnehin spärlichen Rest an mäßig kühlem Nass im Tümpel eine Schar örtlicher Kids mit einer Wasserrutsche zu unterhalten. Da die TreWaner hingegen nicht als örtlich gelten können (eine Woche Extrem-Anwesenheit pro Jahr verschafft einem in diesem Teil Bayerns offenbar weder Ehrenbürgerschaften noch besonderes Ansehen in der Nachbarschaft), blieben ihre „Bitte-Wasser-drinlassen-wir-wollen-baden!“-Ansprüche unberücksichtigt. Immerhin: Die Gefahr ungewollten Ertrinkens im schlickigen Teich sank mit dem Wasserspiegel rapide.

Auch dieses Jahr gab es wieder ein paar unterhaltsame Spiele auf dem Volleyballfeld, auch wenn wir bis jetzt immer noch auf die Sägespäne warten die Raphi bringen wollte. Klaus hatte seine erste Profitrainingsstunde von Björn bekommen. Fazit dazu: Kabelbinder fürs nächste Mal mitbringen. Zum Volleyball am Badesee sei gesagt, dass der Sand im Sommer verdammt heiß sein kann und das es immer schwerer wird sich die Füße abzukühlen wenn die Feuerwehr noch mehr Wasser aus dem Weiher nimmt.

So kam es denn, dass sämtliche Con-Teilnehmer, verstärkt durch zahlreiche Wochenend-Gäste, zum Sonnenuntergang geschlossen antraten zum traditionell-legendären Disco-Abend. Playlist by Tom, as usual – was einen bunten Trip durch die Jahrzehnte grandioser Musi garantierte. Da fiel es (fast) nicht auf, dass man diesmal ohne Markus‘ leckere Cocktails auskommen musste, weil besagter Herr sich lieber gemütlich ans Feuer setzte… Just kiddin‘! ;

Zur Unterhaltung trug übrigens auch der erste Teil von Dirks Vortrag „30 Jahre TreWa“ bei, der deutlich machte: Die Frisuren (und Figuren) mögen sich geändert haben – die TreWaner sind dieselben Verrückten geblieben! Auf Part II darf man sich zur Winter-TreWa freuen!

Act 5: Jurtenbau, Filmdreh, Grillparty und Nachtspiel

Der Samstag diente zur Rekonvaleszenz nach den Vorabend-Ausschweifungen und war vor allem eines: verdammt heiß! Was die Temüdschin-Fans unter den Anwesenden jedoch nicht davon abhielt, einen zweiten Anlauf der Operation „Jurte“ zu starten. Das entwickelte sich zwar schnell zu einer Ganztagsbeschäftigung, aber am Ende – unglaublich, aber wahr! – war der Kampf tatsächlich von Erfolg in Form einer einigermaßen stabil wirkenden Steppenvolk-Behausung gekrönt! Nicht unbedeutenden Anteil an diesem versöhnlichen Ausgang des Projekts Jurte (die im Übrigen als Kulisse für den Trailer zu Dirks LARP-Premiere „Broken Crown“ in 2013 diente) hatte eine Handvoll Newbies: LARPer, die neben vielen Tattoos auch die entscheidenden Kenntnisse im Jurten-Aufbau mitbrachten.

Der Filmdreh selbst fand an mehreren Locations statt – das Ergebnis kann sich sehen lassen [http://youtu.be/v0P8bN_spB8], neben zahlreichen Gastauftritten gestandener Con-ler gibt Comedian Tommy Krappweis dem Ganzen als Herold mit Burnout-Symptomen eine unverwechselbare Note, und Dirks Kurzauftritt als frisch verstorbener König wird wohl ebenso im Gedächtnis bleiben wie Vaders eindrucksvoll-minimalistische Darbietung als Messenger oder Markus‘ schwäbelnd-sympathischer Auftritt als Bote.

Am Samstagabend schließlich hieß es wieder mal: TreWa-Grillparty!

Die zur Halbzeit der TreWa veranstaltete Grillparty war mal wieder eine Gemeinschaftsaktion, an der sich alle gleichermaßen beteiligten.

Im Mittelpunkt stand natürlich das namengebende Abendessen, wo sich das Kochteam vom Dienst selbst übertroffen hatte: Für jeden Geschmack war etwas dabei, sodass sich weder Liebhaber von feinem Fleisch, noch die eher pflanzlicher Kost Zugeneigten ausgeschlossen fühlen mussten. Auszüge des Menüs beinhalteten bayrischen Kartoffelsalat, hausgemachten Zaziki, diverse Selberbau-Salate, Koteletts, Pommes Frites, sowie die obligatorischen Würstchen.

Nicht zu vergessen die großzügig ausgeschenkten Mengen Freibier, die noch weit bis in den nächsten Tag hinein reichten (und dank selbst-kühlender Fässer genießbar waren). Als geistige Herausforderung wartete dann das mit großem Hallo begangene Serien-Quiz am Lagerfeuer, das allerdings mit kniffeligen Fragen besonders die Nüchternen unter den Teilnehmern in Vorteil setzte.

Danach war man dann auch gerüstet für den Höhepunkt des Abends: das Nachtspiel. Dessen Kern war das Herumstolpern mehr oder weniger organisiert wirkender Trupps im tiiiefen Dunkel des nahen Waldes. Hier wurde ein wunderschönes Spiel aus dem Hut gezaubert und mit rund 200 Knicklichtern in Stab-, Axt- und Hörnerform ausgeschmückt. Bei einer reinen Laufzeit von 45 Minuten um den Wald mussten an diversen Stationen kleine Aufgaben gelöst werden um ein paar böse Dimensionslochsmonster wieder in ihrer eigene Welt zu vertreiben.

Wohl dem, der durch knallharte Army-Trainings oder jahrzehntelanges exzessives Counterstrike-Zocken auf derartige Grenzsituationen vorbereitet war (was nicht viele der Probanden betraf) oder sich in weiser Voraussicht vor der Con noch schnell seine Augen im Riddick-Style hatte upgraden lassen (was keinen der Probanden betraf). Für alle anderen blieb vor allem die Angst – diese ständige unterschwellige, sich gern in verzweifelten Ausrufen wie „Sind wir schon da?“ oder „Ich müsste dann auch mal dringend…“ Luft machende lähmende Furcht vor dem, was da im Dunkeln lauerte.

Diese Furcht war durchaus berechtigt – schließlich fallen einen nicht alle Tage wildgewordene Renés aus dem Dickicht an (gut, das passierte dann auch nicht – vielmehr war das Schauerliche an Renés Auftritt seine kurz angebundene Abgeklärtheit, mit der er die schlotternden Nachtwanderer regelrecht überfuhr: „Hier habt’r Zeug! Baut euch mal nen Ball zusammen, ich muss erstmal ISS gucken!“ – denn das ca. 98646528129te Auftauchen der Raumstation am Nachthimmel musste natürlich gewürdigt werden.)

Wer es schließlich geschafft hatte, seinen wertvollen Plastebecher voll Manna (in Form von blauem Wasser – und nein, es leuchtete nicht blau) an wogenden Maislabyrinthen voller imaginärer Orks und stinkenden Stoppelfeldern voller überhaupt-nicht-imaginärer Gülle vorbei bis zum Kinderspielplatz hinterm Conhaus zu retten, der wurde mit einer lustig-schwungvollen Fahrt auf dem Drahtseil-Reifen belohnt, bei der ihm dann auch noch das letzte Bisschen kostbaren Nasses aus dem Becher schwappte. Fazit: Ein gelungener Spaß für alle – selbst für diejenigen, die ihre Schuhe nach dem ein oder anderen herzhaften Tritt in versteckte Tretminen aka Kuhfladen in die Kategorie ‚Sondermüll‘ sortieren durften. Denn immerhin: Man musste durch den Mist immerhin nicht hindurchROBBEN! – Die TreWaner sind eben auch vernünftiger geworden…

Act 6: Kanufah’n!

Liebgewonnener Programmpunkt (wenn auch in einer Art Hass-Liebe) der Sommercon ist auch der Kanu-Ausflug. Nachdem im letzten Jahr einige Teilnehmer über die Plackerei einer über-20km-Tour gewettert hatten, und schließlich alle nicht jünger werden, ging es diesmal entspannte 15 km weit die Altmühl hinunter – wobei die schweizerisch-deutsche Crew eines der Boote durch gekonntes Zickzack-Paddeln bestimmt durchaus wieder auf 20 km kam.

Wir haben gelernt:
1. Man kann vier Boote zu einem Riesenfloß verbinden – und beim Floßbau gilt es unbedingt, in einem der INNEREN Boote zu landen: dort ist der Entspannungsfaktor enorm! 😉
2. Halbwüchsige Kids sind kleine A***löcher, die im Alter von 12-18 in den Cryo-Schlaf gehören – und nicht in Boot-Camps am Flussufer, wo sie mit Hilfe militärischer Präzisions-Technologie (Riesen-Katapult), teuflischer Hochgeschwindigkeitsgeschosse (Wasserbomben) und der Unterstützung sadistischer Camp-Betreuer, die ihren Erziehungsansatz offenbar vom Herrn der Fliegen beziehen, arglose Paddler in Wasserschlachten verwickeln. Kollateralschäden: pitschnasse Con-ler mit Rachegedanken – und ein Volltreffer ins Kontor der schweizerisch-deutschen Freundschaftsbeziehung in Form eines Riesenhämatoms.

Ansonsten jedoch kann man angesichts perfekter Orga mit entspanntem Streckenverlauf inklusive leckerem Mittags-Zwischenstopp nur sagen: Kanu-Fah’n? – Gerne wieder!

Währenddessen in Con-Land:

Nachdem es in Haus wieder ruhiger geworden war und alle Kanuten samt Fotocrew das Haus verlassen hatten, begann das Alternativprogramm. Gemütlichkeit pur. Die Restbesetzung des Hauses frühstückte irgendwann, erschien irgendwann mal im Garten, befand das Wetter als zu heiß, suchte Decken, Bücher und andere sanfte Unterhaltungsgeräte zusammen und legte sich dann in den Schatten hinter dem Volleyballfeld.

Dann begann allerdings der Kampf gegen den wandernden und verschwindenden Schatten. Am frühen Nachmittag verloren wir dann den Kampf und einige brachen auf um Nahrung herbeizuschaffen. Mit der Kunde eines Heavy-Metal-freien Dinkelsbühl genossen wir dann die mitgebrachten Speisen.

Weitere Ereignisse sind der Hitze zum Opfer gefallen, bzw. der Vorbereitung auf den Kinoausflug.
Irgendwann erschienen dann auch die Kanuten – um gemeinsam zum Höhepunkt des Abends aufzubrechen: dem Kinobesuch.

Kino – Prometheus

Nach langen Jahren der Abstinenz haben wir es endlich mal wieder geschafft, gemeinsam einen Kinobesuch hinzubekommen. Auslöser war hierfür Ridley Scott’s neues Meisterwerk PROMETHEUS. Ein Film im Alien-Universum, quasi prädestiniert für uns SciFi-Nerds (Ja, Nerd ist das neue Sexy).

Auf den Film soll hier nicht näher eingegangen werden, einfach anschauen. Das Kino in Provinznestern manchmal anders sind als in den Großstädten ist mittlerweile bekannt. Hier in Nördlingen haben sie aber nen schönen kleinen Kinopalast hingestellt und die können sogar 3D, nur ist 3D da ein bisschen verwaltungskompliziert: Also du kaufst deine Kinokarte, anschließend, also nachdem du bezahlt hast, kannst jetzt noch eine 3D Brille dazunehmen. Eine zu kaufen kostete 1 Euro, eine zu leihen 5 Euro….sehr verwirrend das Ganze….aber egal, auf jeden Fall hatten wir zwei Reihen im Kino für uns und in einer Vodafone-Werbung war sogar ein Vulkanier zu sehen. Was will Trekkie mehr?

Nach dem Film gings schnurstracks zurück zum Conhaus und zu einem wunderschönen Lagerfeuer unter sternenklarem Nachthimmel und vielen tollen Gesprächen über den Film und den vermuteten Hintergrund der Konstrukteure.

Act 7: Abhängen und Bogenschießen

Der Montag stand dann wieder ganz im Zeichen des relaxten Herumhängens bei Gluthitze. Einige Unterschrockene jedoch zogen los zum Bogenplatz. Nach einigen Trockenübungen im Garten auf den Pfeilfangwürfel und angespornt durch die Leistungen der Kanuten vom Sonntag entschlossen sich Sabine, Raphi und Sonja doch (trotz Hitze), den Bogenplatz im 47 Km entfernten Lauterbach aufzusuchen. Nach einer Stunde Fahrt durch die mittelfränkische Landschaft (Navi hatte Autobahnverbot) landete man in Lauterbach an einem idyllischen Badesee mit Campingplatz. Die Bogenschützen rüsteten sich, erledigten die schriftlichen Formalitäten und wanderten los. … Und wanderten und wanderten… Nach einem Kilometer dann das erste Tier – welches aber erst auf der Rückrunde zu schießen wäre. Also weiter entlang an Feldern und Wassertümpeln – und hinein in den Wald. Nach einem weiteren Kilometer begann dann die Jagd. Ein Plastiktier nach dem anderen fand den lautlosen Tod. Nach der Hälfte der Runde wurde es den Beteiligten aber kollektiv zu heiß und man beschloss den geordneten Rückzug, zumal auch das Wasser zur Neige ging – außerdem galt es, vor der sich auftürmenden Gewitterwolke zu flüchten. Fazit: Ein schöner ebener Parcours, der bei kühlerem Wetter durchaus einen weiteren Besuch wert wäre.

Act 8: der lange Abschied

Am Dienstag kam dann bereits beginnende Abschieds-Wehmut auf, die beim traditionellen Abschlussessen, diesmal abgehalten in einem griechischen Restaurant, mit reichlich Ouzo & Co. niedergerungen wurde. Auch wenn die Meinungen über die Qualität der Location und des Futters dort auseinandergehen, war die gemeinsame Abschiedsrunde auf jeden Fall eine lustige, und wurde natürlich am ‚heimischen‘ Lagerfeuer fortgesetzt.

Dass das gemeinsame Conhaus-Putzen am Abreisetag schließlich die Teilnehmer der 57. TreWa so richtig zusammenschweißte, versteht sich von selbst! 🙂

Und was gab’s sonst noch? – Natürlich jede Menge inspirierende und schlaf-raubende Spiele-Runden – digital und analog!

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